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Greenpeace protestiert in Cottbus gegen Braunkohle-Tagebau

Greenpeace protestiert in Cottbus gegen Braunkohle-Tagebau

Protest mit Bagger: Mitglieder von Greenpeace haben am Montag in Cottbus vor der Vattenfall-Zentrale für einen Ausstieg aus der Braunkohle demonstriert. Rund 20 Umweltschützer aus Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen waren mit einem nachgebauten, elf Meter langen und vier Meter hohen Braunkohlebagger angerückt, wie Greenpeace-Sprecher Felix May sagte.

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Greenpeace-Aktivisten demonstrieren am Montag vor der Verwaltung des Energieunternehmens Vattenfall in Cottbus mit einem selbstgebauten elf Meter langen und vier Meter hohen Kohlebagger.

Quelle: dpa

Cottbus. Der Bagger bedrohte ein ebenfalls nachgebautes Dorf und einen Windpark. Der Protest verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

Greenpeace fordert den Energieversorger Vattenfall auf, keine neuen Tagebaue mehr in der Lausitz zu erschließen und bis 2030 aus der Nutzung der klimaschädlichen Braunkohle auszusteigen. Die Erschließung weiterer Tagebaue habe zur Folge, dass Orte verschwänden und Menschen somit auch ihre Heimat verlören. Außerdem forderten die Greenpeace-Mitglieder eine „echte Energiewende“. Die Aktion in Cottbus war May zufolge der Abschluss einer „Anti-Braunkohle-Tour“ durch verschiedene Bundesländer.

„Neben dem Atomausstieg ist der Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle der nächste wichtige Schritt in eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung“, betonte May. „Das Festhalten an der Krückentechnologie Braunkohle bremst eine echte Energiewende.“ Sollte es weitere Tagebaue in der Lausitz geben, müssten tausende Menschen ihre Heimat verlassen. Ende November war bekanntgeworden, dass zum Beispiel gut 800 Menschen für die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Welzow-Süd (Spree-Neiße) umgesiedelt werden müssen - ursprünglich sollten es 1255 Bewohner sein.

Nach Angaben Vattenfalls greift die Kritik von Greenpeace zu kurz. In einer Stellungnahme hieß es, der Energieversorger vermisse „einen realistischen Ansatz für eine stabile und bezahlbare Energieversorgung im Industrieland Deutschland“. Außerdem seien die Arbeitsplätze von 17 000 Menschen in der Lausitz mit der Kohle verbunden. Schon jetzt forciere Vattenfall zunehmend erneuerbare Energien. Deutschland werde „auf lange Sicht einen Mix aus erneuerbaren und fossilen Energieträgern brauchen“.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte am Freitag ein planmäßigeres Herangehen an Energiefragen angemahnt. Er hatte unter anderem gesagt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorangetrieben werden und konventionelle Energieträger wie die heimische Braunkohle als Brückentechnologie für den Übergang genutzt werden müssten. Auch müsse schrittweise und unumkehrbar aus der Atomenergie ausgestiegen werden.

Am Montag beschloss die Bundesregierung rund drei Monate nach der Katastrophe in Japan den Atom-Ausstieg innerhalb von elf Jahren. Gleichzeitig stellte sie die Weichen für eine stärkere Nutzung der Öko-Energien und einen Ausbau der Strom-Trassen. 

dpa

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