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Großbrand in Delitzsch auch am Donnerstag noch nicht gelöscht

Großbrand in Delitzsch auch am Donnerstag noch nicht gelöscht

Delitzsch. Auch Donnerstagvormittag zog noch eine, wenn auch nicht mehr tiefschwarze Rauchwolke aus dem Delitzscher Gewerbegebiet Südwest in Richtung B100. Wie berichtet brach am Mittwochnachmittag auf dem Gelände der Kreiswerke Delitzsch (KWD) in der Rudolf-Diesel-Straße ein Großbrand aus.

am Donnerstag war er zwar eingedämmt, aber noch nicht vollkommen gelöscht. Der Geruch der verbrannten Carbolight-Masse wich nicht aus der Nase, und wurde stärker, je näher man dem Gewerbegebiet kam.

An der Zufahrt aus Richtung Carl-Benz-Straße standen am Donnerstag Kameraden der Wehren aus Spröda-Poßdorf und Selben, die für eine freie Strecke sorgten. Die beiden Wehren waren am Mittwoch um 15.25 Uhr unmittelbar nach der Delitzscher alarmiert worden und eilten zum Kreiswerke-Gelände. Sprödas Wehrleiter, Oberbrandmeister Siegfried März und Brandmeister Roland Pötzschke gehörten zu den Kameraden, die gestern gerade einmal eine Mütze Schlaf hinter sich hatten. 300 Meter Schläuche hatten sie beim ersten Angriff vom Hydranten in der Benz-Straße-Straße in Richtung Werksgelände gelegt. Die Selbener Kameraden koppelten noch einmal über das Doppelte daran, die dann in ein Bündel von insgesamt zehn Schlauchverbindungen direkt am KWD-Tor mündeten.

Wenige Meter von der ausgebrannte Lagerhalle und den zum größten Teil verkohlten Abfallstoffballen entfernt, stand auch das Löbnitzer Einsatzfahrzeug. Die 20 Feuerwehrleute hatten sich in der Nacht gegenseitig abgelöst. „Und wir bleiben natürlich so lange, wie wir gebraucht werden“, erklärte Walter Dahlke. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Charras, der wie andere Verantwortliche von Polizei und KWD vor Fernsehkameras und Rundfunkmikrofonen gefragter Gesprächspartner war, sagte: „Die Leistung der Kameraden ist vorbildlich. Über 200 waren im Einsatz.“ Alles in allem seien es 20 Feuerwehren gewesen, die auch aus den Bereichen Eilenburg, Bad Düben und Taucha kamen.

15 Wehren und 80 Kameraden waren am Vormittag noch auf dem Gelände. Und auch ein Spezial-Löschfahrzeug der Flughafen-Feuerwehr wurde in Marsch gesetzt. Gestern früh flammten immer wieder kleinere Brandherde auf.  Und aus Richtung des angrenzenden Dämmstoffwerkes schoss vorsorglich weiter aus einem ein Strahlrohr das Wasser. Gegen 11 Uhr wurden die Rauchschwaden  dünner, waren aber immer noch weithin sichtbar. Auch Peter Schwenckner, Einsatzleiter der Delitzscher Feuerwehr, sagte lobend zu den Einsatzkräften: „Es hat mit den Kameraden hervorragend geklappt.“

Auch die Polizei, das Technische Hilfswerk und Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes waren während des Brandes vor Ort im Gewerbebiet. Der Betreuungszug und das Jugend-Rot-Kreuz versorgten am Mittwoch ab 21.30 Uhr die Einsatzkräfte mit Getränken und „schneller Kost“. „Über die Schadenshöhe können wir noch nichts sagen“, erklärte Rayk Bergner, Sprecher des Landratsamtes Nordsachsen. Wichtig sei jedoch vor allem, dass es keine Verletzten gab und keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden hätte. Über die Brandursache könne man noch keine Auskunft geben. Es werde damit gerechnet, dass erst frühestens am Freitag Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen können.

Lutz Schmidt

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