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Großbrand in tschechischer Fabrik - keine Schadstoffe in Sachsen

Entwarnung Großbrand in tschechischer Fabrik - keine Schadstoffe in Sachsen

Wegen eines Großbrands in einer tschechischen Chemiefabrik zogen am Donnerstag dicke Rauchschwaden über das Erzgebirge. Vor Ort dauern die Löscharbeiten am Freitag an.

Quelle: dpa

Dresden. Auch einen Tag nach zwei Explosionen in einer tschechischen Chemiefabrik sind in Sachsen keine erhöhten Schadstoffwerte gemessen worden. Das betrifft die Luft ebenso wie das Wasser. „Bisher gibt es keine Auffälligkeiten an den Messstationen“, sagte eine Sprecherin des Landesumweltamtes in Dresden. Die Explosionen in der Fabrik in Litvinov unweit der Grenze zu Sachsen hatten einen Großbrand ausgelöst. Am Donnerstag waren schwarze Rauchwolken bis in den Freistaat gezogen.

In Litvinov dauerten die Löscharbeiten am Freitag an. „Die Situation ist unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher der zuständigen Feuerwehr. Die höchste Feuer-Alarmstufe wurde aber vorerst noch nicht aufgehoben. Größere Mengen der Chemikalie Propen müssten kontrolliert ausbrennen. Dies könne mehrere Tage dauern. 1996 war es in einem anderen Petrochemie-Betrieb in Litvinov zu einem Großbrand gekommen, der erst nach vier Tagen gelöscht werden konnte.

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) kündigte an, gemeinsam mit dem zuständigen Innenministerium die Meldewege zu überprüfen. „Bürger aus der betroffenen Region im Erzgebirge haben sich gestern beschwert, dass sie zu spät darüber informiert wurden, ob Gefahren bestehen. Wir werden die Vorgänge von gestern auswerten und das System wenn nötig verbessern“, teilte er am Freitag mit. Der Störfall soll auch bei einem Besuch des tschechischen Umweltministers im September in Sachsen thematisiert werden.

Bereits am Donnerstag war das Landesumwelt von den tschechischen Kollegen darüber informiert worden, dass etwa 10.000 Kubikmeter Löschwasser vom Einsatz der Feuerwehr in den Fluss Bilina gelangt seien, der in die Elbe mündet. Bisher befänden sich alle Wasserwerte in einem typischen Bereich, hieß es. „Wir haben die Stationen auch in den nächsten Tagen im Blick“. Bürger könnten sich auf der Webseite des Umweltamts über die aktuellen Werte informieren.

LVZ

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