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Grüne fordern glaubwürdige Abkehr von Kernkraft - FDP warnt vor übereiltem Ausstieg

Grüne fordern glaubwürdige Abkehr von Kernkraft - FDP warnt vor übereiltem Ausstieg

Die Grünen in Sachsen haben anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren eine glaubwürdige Abkehr von der Kernenergie gefordert. „Der tödliche Supergau kann sich täglich und überall wiederholen“, sagte der Landesvorsitzende Volkmar Zschocke am Ostermontag in Dresden.

Dresden. Nötig sei der Aufbau einer modernen und zukunftsfähigen Versorgung mit erneuerbaren Energien. „Tschernobyl mahnt: Atomkraft ist die gefährlichste und teuerste Form der Stromerzeugung.“

Sachsen müsse mit der Energiewende Ernst machen. „Eine sichere Energieversorgung ohne Kohle und Atom ist Herausforderung und Chance für den Freistaat“, sagte Zschocke. „Das Bekenntnis zum Atomausstieg ist unglaubwürdig, solange dort die Kernkraftnutzung als Option für Sachsen fest verankert ist.“ Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht Braunkohle als wichtige Überbrückungstechnologie. Es gebe  in Deutschland einen gesellschaftlichen Grundkonsens zum Atomausstieg. Dabei müsse aber ein Weg gefunden werden, die Grundenergieversorgung zu sichern. Die Braunkohle sei da eine günstige und sichere Alternative.

Nach einer Umfrage des Instituts für Marktforschung im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“ hat sich die Zustimmung zur Verstromung von Stein- und Braunkohle nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima verdreifacht. 70 Prozent der Deutschen wären bereit, für umweltfreundlichen Strom auch mehr zu bezahlen, hieß es. Während in den alten Bundesländern drei Viertel (74 Prozent) der Befragten für umweltfreundlich erzeugten Strom tiefer in die Tasche greifen würden, sagte das im Osten nur rund die Hälfte (57 Prozent). Die eingeleitete schnellere Abkehr von der Kernenergie unterstützen 58 Prozent der Deutschen - 61 Prozent im Westen, aber nur 49 Prozent im Osten.

FDP-Landeschef Holger Zastrow hatte am Karfreitag vor einem übereilten Atomausstieg gewarnt. „Wir können Deutschland noch nicht allein aus regenerativen Energie versorgen“, sagte er. Wenn Deutschland jetzt als einziges Land in Europa aus der Atomenergie aussteige, werde deutscher Strom ein teures Luxusgut. Die FDP mahnte Zastrow, gerade jetzt „die Stimme der Vernunft“ zu sein und sich nicht von „hysterischen Angstdebatten“ anstecken zu lassen. „Wir dürfen uns nicht von der Hysterie anstecken lassen und versuchen, die Grünen bei diesem Thema zu überholen.“

dpa

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