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Grüne gegen Jagdrecht für Wölfe

Grüne gegen Jagdrecht für Wölfe

Die Grünen im Landtag haben davor gewarnt, den Schutz des Wolfes in Sachsen aufzuweichen. Es sei nicht notwendig, ihn wie beabsichtigt in das Jagdrecht einzubeziehen.

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Derzeit leben rund 110 Wölfe in Sachsen, Brandenburg und Sachsen- Anhalt.

Quelle: dpa

Dresden. Das erklärte der naturschutzpolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Lichdi, in einer Mitteilung am Sonntag in Dresden. Das Tier sei in Sachsen weiter akut vom Aussterben bedroht. Das Naturschutzrecht sei die angemessene Antwort.

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hatte beim Landesjägertag am Samstag in Freital bei Dresden erklärt, es sei möglich, den Wolfes in das Jagdrecht aufzunehmen. Der Landesjagdverband fordert das schon seit längerem.

Der Umweltminister hatte zuvor erklärt, er selbst werde über eine Aufnahme der Wölfe in das Landesjagdgesetz entscheiden. „Ich knüpfe an die Aufnahme Bedingungen. Auf die Jäger kommen damit in erster Linie Verpflichtungen zu.“ Voraussetzung sei ein entsprechendes Fortbildungskonzept. Mindestens fünf qualifizierte Waidmänner je Landkreis seien nötig. Zudem müsse ein Teil der Jagdabgabe für Schutz-Projekte abgezweigt werden.   

Bisher steht der Wolf in Sachsen nach den Fauna-Flora-Habitat- Richtlinien der EU unter Naturschutz. „Er ist und bleibt eine streng geschützte Tierart, die nicht gejagt werden darf“, betonte Kupfer. Das Abschießen sei auch künftig nur in Ausnahmefällen möglich, etwa wenn Tiere verhaltensauffällig seien und Menschen angriffen.

Auch Luchs, Fischotter und zahlreiche Greifvögel sind nach Ministeriumsangaben im Jagdrecht erfasst und stehen dennoch ganzjährig unter Schutz. Das veränderte Gesetz soll voraussichtlich Anfang 2012 in Kraft treten.   

Derzeit leben rund 110 Wölfe in Sachsen, Brandenburg und Sachsen- Anhalt. Damit sind die Bestände zu klein, um bejagt zu werden. Wächst die Wolfspopulation in den kommenden Jahren allerdings stark an, könnte das Raubtier theoretisch auch gejagt werden. Das ist nach EU- Vorgaben dann der Fall, wenn mehr als 250 erwachsene Tiere in der Region leben würden. Der Freistaat unterstützte 2009 mit rund 145 000 Euro Wolfsprojekte in Sachsen.

dpa

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