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Heftige Gewitter richten Schäden in Sachsen an - „Die Sache ist noch nicht zu Ende“

Heftige Gewitter richten Schäden in Sachsen an - „Die Sache ist noch nicht zu Ende“

Heftige Gewitter haben am Donnerstagabend in Sachsen an einigen Orten Schäden angerichtet. Betroffen waren der Polizei zufolge vor allem das Leipziger Land und Chemnitz.

Dresden. Dort kam es zu Blitzeinschlägen, Straßen wurden überflutet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig muss auch in den nächsten Stunden mit Regen gerechnet werden. „Die Sache ist noch nicht zu Ende“, sagte Meteorologe Thomas Endrulat. Das Landeshochwasserzentrum warnte vor Überflutungen in den Mittelgebirgen. Die kleinen Zuflüsse zu Mulde, Schwarzer und Weißer Elster, Neiße und der oberen Elbe könnten über die Ufer treten.

In der Landeshauptstadt Dresden war am Donnerstagabend der Blitz in den Schornstein eines Wohnhauses gefahren und hatten den Dachstuhl in Brand gesetzt. Der Besitzer bemerkte das Feuer jedoch und konnte mit einigen Eimern Wasser löschen, noch bevor die Feuerwehr eintraf. In der Gemeinde Parthenstein (Kreis Leipzig) geriet ebenfalls durch Blitzeinschlag ein Feld in Brand. In Frohburg brannte eine Grasfläche, in Espenhain fiel eine Pappel aufs Dach eines Wohnhauses - verletzt wurde niemand. Zeitweise fiel der Strom aus, Keller standen unter Wasser.

Bei Aue im Erzgebirge wurde die Bundesstraße 101 kurzzeitig von Wasser überflutet. Am Güterbahnhof Bad Schlema war ein Baum auf die Stromleitung gefallen. Dort musste die Feuerwehr Hand anlegen. Auf der Autobahn A 14 Leipzig-Dresden kam es nahe der Anschlussstelle Naunhof zu vier Aquaplaning-Unfällen. Der Blechschaden beläuft sich auf 32 000 Euro. In Chemnitz schlug der Blitz ins Dach eines Mehrfamilienhauses, eine Frau erlitt einen Schock. Es entstand ein Schaden von 10 000 Euro.

Vom Süden her ziehen zufolge Endrulat in der Nacht weitere Schauer heran. Vor allem in den sächsischen Mittelgebirgen vom Vogtland über das Erzgebirge bis zur Lausitz müsse mit teils ergiebigem Regen gerechnet werden. „Da können 30 bis 40 Liter auf den Quadratmeter niedergehen“, sagte er. Bei den Regenfällen, die die Flutkatastrophe 2002 in Sachsen auslösten, waren im Erzgebirge innerhalb zweier Stunden zwischen 45 und 60 Litern pro Quadratmetern niedergegangen.

Das Landeshochwasserzentrum rechnet jedoch diesmal nicht mit so schnell ansteigenden Fluten in der Elbe, sagte ein Sprecher. Es werde aber beobachtet, wie viel Niederschlag flussaufwärts in Böhmen falle. Das könne das Wasser etwas steigen lassen. Eine Hochwassergefahr bestehe aber nicht. Bei den kleinen Gebirgsflüsschen könnten jedoch die Alarmstufen eins oder zwei überschritten werden.

Für Sachsens Landwirte kommt der Regen zu spät. „Bei Raps und Weizen passiert nichts mehr“, sagte Andreas Jahnel vom Sächsischen Landesbauernverband. Längere Niederschläge könnten nun eher die Ernte verzögern, vor allem der Mais könnte aber von dem Nass noch profitieren.

Ralf Hübner, dpa

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