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Hinter Gittern: Rund 3500 sächsische Häftlinge verbringen Weihnachten in der JVA

Hinter Gittern: Rund 3500 sächsische Häftlinge verbringen Weihnachten in der JVA

Krippenspiel, Entenkeule und Gottesdienste - auch hinter Gittern geht es in der Weihnachtszeit besinnlich zu. Rund 3500 Häftlinge sitzen derzeit in den zehn sächsischen Justizvollzugsanstalten (JVA).

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Krippenspiel und Entenkeule: Rund 3500 sächsische Häftlinge verbringen Weihnachten hinter Gittern. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden. „Für sie sind gerade die Adventszeit und der Heiligabend eine schwere Zeit, deshalb wollen wir das Fest angemessen begehen“, sagte der Sprecher des Justizministeriums, Till Pietzcker, am Mittwoch.

In den sächsischen Gefängnissen gibt es an den Feiertagen besondere Speisepläne: Fast überall kommen Heiligabend Kartoffelsalat und Würstchen auf den Tisch. Am ersten Feiertag gibt es in der JVA Bautzen Entenkeule mit Klößen, in Waldheim können sich die Häftlinge auf Truthahnkeule freuen.

Zudem stehen Gottesdienste und Veranstaltungen auf dem Programm. So studieren Häftlinge aus dem Jugendgefängnis Regis-Breitingen derzeit ein Krippenspiel ein, das am Heiligabend aufgeführt wird, der Bautzener Gefängnischor singt Weihnachtslieder. Zwischen den Festtagen können sich die Häftlinge bei zahlreichen Turnieren, etwa beim Schach, Skat, Kicker, Tischtennis oder Volleyball ausprobieren. In der Weihnachtszeit gibt es zudem erweitere Besuchszeiten, im Frauenvollzug werden Mutter-Kind-Begegnungstage organisiert.

In den sächsischen Gefängnissen gibt es zum Weihnachtsfest allerdings keine Amnestie - eine vorzeitige Entlassung von Häftlingen. „Das wäre eine Ungleichbehandlung gegenüber den anderen Insassen“, erklärte Pietzcker. Die Häftlinge seien verurteilt und müssten ihre Strafe auch absitzen. Zudem sind Kerzen und Böller zum Jahreswechsel tabu - aus Sicherheitsgründen.

dpa

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