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Hitze-Comeback: Wieder Tempolimits in Mitteldeutschland

80 km/h in Sachsen-Anhalt Hitze-Comeback: Wieder Tempolimits in Mitteldeutschland

Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Gefahr sogenannter Blow-ups. Tatsächlich brach bereits im Juli die Fahrbahn auf der A9 im Bereich Kreuz Rippachtal. Nun wird wieder auf mehreren Autobahnabschnitten vorsorglich ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern verhängt. Streifen kontrollieren verstärkt den Straßenzustand.

Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Gefahr sogenannter Blow-ups.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Sommer kehrt mit Wucht zurück: Die Meteorologen erwarten am Donnerstag Sahara-Temperaturen von bis zu 36 Grad und am Freitag sogar bis zu 40 Grad. Damit wächst auf den mitteldeutschen Autobahnen die Gefahr von Fahrbahnaufbrüchen, den sogenannten Blow-ups. In Sekundenbruchteilen kann die aufgeheizte Straßendecke aufbrechen und zur Unfallquelle werden. Auf mehreren Autobahnabschnitten in Sachsen-Anhalt wurde vorsorglich ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern verhängt. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und auch in Thüringen kontrollieren zudem Streifen verstärkt den Straßenzustand.

„Ich baue auf das Verständnis der Kraftfahrer. Die Vorsorgemaßnahmen sind mehr als angebracht“, sagt Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde in Sachsen-Anhalt. Angesichts der Hitze rechnet er in den nächsten Tagen wieder mit Straßenschäden. Schon im Juli hatte die Behörde auf einigen Abschnitten das Tempo reduziert. Tatsächlich brach die Fahrbahn auf der A9 im Bereich Kreuz Rippachtal (Burgenlandkreis) auf. Zu Schaden kam niemand. „Wir haben jetzt erneut auf mehreren Abschnitten die Geschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer reduziert“, so Langkammer. Das betrifft die A14 bei Halle zwischen den Abfahrten Trotha und Tornau in beiden Fahrtrichtungen. Auf der A9 ebenfalls in zwei Abschnitten Richtung Berlin: Einmal an der Abfahrt Naumburg und einmal zwischen Kreuz Rippachtal und Bad Dürrenberg – dort, wo im Juli die Fahrbahn aufgebrochen war.

Die nach der Wende im Osten gebauten Beton-Autobahnen gelten eigentlich als sicher, sind sie doch bis zu zehn Zentimeter dicker als beispielsweise die stark Blow-up-gefährdeten Fahrbahnen in Bayern. Strecken, die allerdings aufgrund von Betonkrebs notdürftig mit Asphalt ausgebessert worden sind, stellen eine Gefahr dar. „Hier kann sich bei hohen Temperaturen der Beton so stark ausdehnen, dass er den Asphalt hochdrückt“, erklärt Langkammer. Deshalb sei es so wichtig, befallene Abschnitte komplett zu erneuern. Von den 330 Kilometern Beton-Autobahn sei rund ein Drittel von der Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) betroffen, die den Beton zerfressen kann. Drei bis vier Jahre seien noch nötig, um die Schäden auf der A14 zu beheben. Auf der A9 wird es laut Langkammer länger dauern.

Auch in Sachsen ist man angesichts der erwarteten Sahara-Hitze alarmiert. „Wir werden die Kontrollfahrten verdoppeln“, sagt Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Über Tempolimits denke man nach. Anders als in Bayern oder Sachsen-Anhalt habe der Freistaat bislang wenig Erfahrungen mit Blow-ups gemacht. Der am Montag aufgetretene Straßenschaden auf der A4 am Dreieck Dresden-West sei nicht ausschließlich auf die Hitze zurückzuführen, erklärt sie. „Die Betonfahrbahn platzte auf, weil in unmittelbarer Nähe Bauarbeiten im Gange waren.“

Siebert versprach, dass die Bauarbeiten so schnell als möglich „über die Bühnen“ gehen werden. „Mitte Oktober sind wir auf der A4 fertig, dafür wird rund um die Uhr gearbeitet.“ Die Mehrkosten seien gerechtfertigt.

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