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Hitzewelle rollt am Mittwoch weiter - Sachsens Rettungsschwimmer im Dauereinsatz

Hitzewelle rollt am Mittwoch weiter - Sachsens Rettungsschwimmer im Dauereinsatz

Dresden. Rettungsschwimmer unter Hochdruck, erhöhtes Pensum bei der Bergwacht, Durchatmen für Nordsachsens Wälder, letzte Zuflucht Museum: Dicke Wolken haben am Dienstag auch in Sachsen die Wüstentemperaturen etwas gemindert - doch ab diesem Mittwoch rollt die Hitzewelle wieder durch den Freistaat.

Die rund 1500 Rettungsschwimmer in Freibädern, an Seen und Talsperren im Freistaat sind seit rund einer Woche tüchtig am Schwitzen. „Die Einsätze nehmen deutlich zu“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dabei leiste die Wasserwacht vor allem Erste Hilfe an Land, helfe bei Kreislaufproblemen, Insektenstichen, Sonnenstichen und -bränden.

„Viele gehen überhitzt ins Wasser, kommen dann aber mit dem Temperaturunterschied nicht klar, andere liegen ungeschützt in der prallen Sonne oder trinken zu wenig und dehydrieren“, erklärte sie. Zudem überschätzten Badende, darunter auch Sportler, beim Schwimmen ihre Kräfte und die Entfernungen. So erlitt eine 57-Jährige am Montag in der Maltertalsperre (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) vermutlich einen Herzinfarkt. Die Bewusstlose konnte von Rettungsschwimmern geborgen und reanimiert werden.

Besonders gefordert ist dieser Tage auch die Bergwacht. „Seit Beginn der Hitzewelle hatten wir deutlich mehr zu tun“, sagte die Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Sina Stelzig. Vorwiegend müssten Menschen wegen Dehydrierung, Hitzschlag und Verbrennungen behandelt werden.

Abkühlung könnten in den kommenden Tagen auch die Wälder in Nordsachsen gebrauchen - obwohl am Dienstag in den nördlichen Zipfeln der Landkreise Nordsachsen und Meißen vorübergehend nicht mehr die höchste Waldbrandwarnstufe vier galt. Die Landstriche wurden um eine Klasse herabgestuft. Die nördlichen Teile der Landkreise Bautzen und Görlitz gelten hingegen weiter als sehr bedroht.

Vermutlich ab Donnerstag wird im Rest des Landes mindestens mittlere Waldbrandgefahr herrschen, wie aus der vom Staatsbetrieb Sachsenforst veröffentlichen Prognose hervorgeht. „Urlaubswetter“ prognostiziert der Leipziger Wetterdienst. In den nächsten Tagen würden wieder Temperaturen über 30 Grad erwartet, sagte ein Sprecher. Am Dienstag pendelten sich die sächsischen Quecksilberanzeigen bei durchschnittlich 27 Grad ein.

Als „letzte Zuflucht“ bieten sich bei hohen Temperaturen einige Burgen und Museen an. „Sie sind in der Tat ideale Orte zum Abkühlen“, sagte Petra Brommer von der Staatlichen Schlösserverwaltung. Ob Albrechtsburg Meißen oder die Burgen Kriebstein, Stolpen und Mildenstein - dort herrschten angenehme 20 bis 23 Grad.

Allerdings scheinen die „Fluchtburgen“ eher Geheimtipps zu sein, denn die Besucher strömen nicht mehr als sonst. „Zu uns kommen eher weniger Besucher, die gehen lieber baden“, sagte ein Sprecher der Museumskirche zum Heiligen Kreuz in Zittau. 14 Grad Celsius herrschen in seiner Vitrine, im Kirchraum selbst sind 22 Grad Celsius. „Wir sind eher das Ziel, wenn es regnet“, so der Sprecher.

dpa

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