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Hoch „Annelie“ macht Jagd auf den Hitzerekord

40,2 Grad als Spitzenwert Hoch „Annelie“ macht Jagd auf den Hitzerekord

Hoch "Annelie" könnte an diesem Wochenende einen neuen Temperaturrekord aufstellen. Die alte Bestmarke liegt bei 40,2 Grad. Am Sonntag steigt die Gefahr von schweren Gewittern.

Bei 34 Grad Celsius und 22 Grad Wassertemperatur erfrischen sich die Schüler v.l. Lilly-Marie Zeitler (15) , Nikolas (14) und Hanna Schütze (14) aus Leipzig am Nordstrand des Cospudener Sees.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Hoch „Annelie“ beschert Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch am Sonnabend einen sehr heißen Sommertag. Die Temperaturen steigen örtlich bis auf 38 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig mitteilte. In den Mittelgebirgen kann es vereinzelt Gewitter geben.  An diesem Wochenende könnte der bisherige Hitzerekord gebrochen werden. Die bislang höchste gemessene Temperatur in Deutschland betrug 40,2 Grad - das war in den Jahren 1983 und 2003.

Starken Regen und sogar Hagel brachte ein schweres Gewitter bereits am Freitagabend in Dachwig (Kreis Gotha). Laut DWD wurden dort 36 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde gemessen. Das bislang stärkste Hitzegewitter war den Angaben zufolge über dem Thüringer Wald entstanden und dann Richtung Erfurt und Gotha gezogen. Schäden gab es laut Polizei nicht. Bis mindestens Dienstag soll sich nach Angaben des DWD die Hitze halten.

Die Hitzewarnung des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg gilt vorerst weiter. Im Tagesverlauf rechnet der DWD mit weiteren Schauern und Gewittern, die örtlich unwetterartig ausfallen können.

Heiße und kalte Arbeitsplätze in Leipzig

Die Hitzewelle hat Leipzig erreicht, die Messestädter schwitzen bei mehr als 30 Grad. An vielen Arbeitsplätzen ist es derzeit besonders warm, andere dagegen bieten angenehme Abkühlung. Unser Fotograf Dirk Knofe hat sich auf die Suche nach den heißesten und coolsten Job begeben.

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Die Menschen in Leipzig haben sich auf das heiße Wetter offenbar eingestellt. „Die Zahl der Notrufe ist kaum gestiegen“, hieß es aus der Rettungsleitstelle der Stadt. Vor allem älteren Menschen,  Kindern und Patienten etwa mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen machen  die hohen Temperaturen zu schaffen. Aber auch gesunde Menschen  sollten möglichst im Schatten bleiben.

Über den Tag verteilt sollten etwa zweieinhalb bis drei  Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser,  abgekühlte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und  Gemüsesäfte. Sie enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die  ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Zuckerreiche Limonaden  verursachen hingegen noch mehr Durst. Vorsicht vor eiskalten  Getränken: Sie können Magenbeschwerden verursachen. Zudem muss der  Körper mehr arbeiten, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu  erwärmen. Auf Alkohol sollte besser verzichtet werden. Er weitet die  Gefäße, was das Herz noch mehr belastet.


Der warme Juli und das Hitzewochenende kommen der Getränkebranche gelegen. Nach dem milden Wetter der vergangenen Wochen setzt der Deutsche Brauer-Bund nun auf die kommenden Tage. „Bei sehr warmer Witterung sind vor allem auch die alkoholfreien Biere beliebt“, sagt der Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes, Marc-Oliver Huhnholz. Sie haben mittlerweile einen Marktanteil von über sieben (2014). 2010 lag der Anteil noch bei knapp fünf Prozent. „Pils ist nach wie vor am beliebtesten mit einem Anteil von 50 Prozent“, sagt Huhnholz.

Auch beim Getränkehersteller Thüringer Waldquell läuft die Abfüllung auf Hochtouren. Die Mitarbeiter seien rund um die Uhr, sechs Tage die Woche im Einsatz, um Nachschub zu liefern, sagte Geschäftsführer Thomas Heß. Derzeit werde fast doppelt so viel Mineralwasser, Cola und Limonade abgefüllt wie sonst.  

In der Gastronomie haben vor allem Strandbars, Biergärten und Gartenlokale bei schönem Wetter einen Vorteil. „Bei den Sommergetränken im Trend liegen frisch gepresste Säfte, Saftschorlen und selbst gemachte Limonaden in vielen neuen Geschmacksrichtungen“, sagt Stefanie Heckel vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

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