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Hoch „Antonia“ lässt Deutschland schwitzen - Schwere Unwetter für Sonntag befürchtet

Hoch „Antonia“ lässt Deutschland schwitzen - Schwere Unwetter für Sonntag befürchtet

Hoch „Antonia“ hat die Sachsen auch am Samstag noch einmal gehörig ins Schwitzen gebracht. Besonders heiß wurde es in Ostsachsen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mit.

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Sommerwetter in Leipzig. v.l.Physiotherapeutin Anke Hammer (31) und Azubi Mia Ahlgrimm (22) genießen die Sonne und das Warme Wetter im Johannapark in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Dresden/Leipzig. So wurde etwa in Hoyerswerda die Marke von 35 Grad überschritten. In Dresden, Leipzig und Chemnitz wurde es mit etwa 30 bis 33 Grad nicht ganz so warm. Die Werte von Ende Juli von fast 37 Grad wie damals in Dresden wurden aber nicht erreicht.

Die Menschen suchten in Freibädern Abkühlung oder flüchteten in die Biergärten. In der Nacht zum Sonntag kann es laut Wetterdienst zu schweren Unwettern mit heftigem Niederschlägen kommen, die aber nur leichte Abkühlung bringen sollen. Ab Montag ist wieder Sonnenschein angesagt. Mit etwa 30 Grad wird es nicht mehr ganz so warm. Ab Donnerstag könnte es dann aber deutlich kühler und wechselhafter werden.

In den Leipziger Freibädern soll an diesem Wochenende die Marke des vergangenen Jahres von 104 000 Besuchern übertroffen werden. Schon am vergangenen Freitag war der 100 000. Gast dieser Saison begrüßt worden. In den vier Freibädern der Stadt herrschte am Samstag Hochbetrieb. „Es könnten allein an diesem Tag etwa 3000 Badelustige gekommen sein“, sagte der Chef des Bäderbetriebes, Martin Gräfe.

Auch in Dresden im Georg-Arnhold-Bad nahe dem Stadtzentrum war die Liegewiese schon seit den Vormittagsstunden gut belegt. Etwa 1000 Menschen tummelten sich dort, hieß es an der Kasse.

Einer Abkühlung in Sachsens Gewässern stand auch nichts im Weg - trotz der Hitze, die das Wachstum von Bakterien beschleunigen kann. „Es gibt keine massenhafte Algenentwicklung oder Probleme mit Keimen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Lediglich vom Baden im Stausee Quitzdorf (Landkreis Görlitz) wird wegen starker Vermehrung von Blaualgen abgeraten. Bei direktem Hautkontakt mit belastetem Wasser könnten Haut- und Schleimhautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten. Anzeichen für Blaualgen seien trübes, verfärbtes Wasser und deutlich sichtbare Schlieren.

Die Betreiber der Biergärten freuten sich auf die Abendstunden, wenn nach der Hitze des Tages die Menschen zu ihnen geströmt kommen. „Abends ist jetzt immer ordentlich was los“, sagte Barbara Zeiss vom Schillergarten, einem Biergarten am Elbufer unterhalb des „Blauen Wunders“, einer Elbbrücke. Die Wirtschaft war während des Hochwassers im Juni überflutet worden, hat aber den Biergarten wieder öffnen können. Im Innern des Hauses hingegen dauern die Aufräumarbeiten an.

Starke Windböen reißen Bäume um - Starkregen und Unwetter prognostiziert

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Herabgefallene Äste am Fahrbahnrand, umgeknickte Bäume und Zweige auf der Straße - die Autobahn 9 in Höhe Nimegk nach den stürmischen Böen eines Unwetters am 3.8.2013.

Quelle: Robert Nößler

An der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg entlang der Autobahn 9 wurden am frühen Samstagabend auf mehreren Kilometern durch starke Böen Bäume umgeknickt. In Höhe der Ortschaft Niemegk zwangen die teils sturmartigen Winde und herabgerissene Äste Autofahrer zum anhalten. Augenzeugen sprachen von etwa daumengroßen Hagelkörnern, die vom Himmel herabpeitschten.

Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte am Abend gegenüber LVZ-Online, dass das Unwetter in Richtung Brandenburg zog, gefolgt von einer kleineren etwas schwächeren Front. Vor Ort könnten Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern in der Stunde erreicht werden. Das westliche Sachsen bleibe aber vorerst verschont, am Abend könne es zu leichten Schauern kommen, im Laufe der Nacht auch zu ergiebigeren Regengüssen.

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Bedrohlich brauen sich die Wolken über dem Ort zusammen (Symbolbild).

Quelle: dpa

Für den Sonntag drohen nach Prognosen des DWD Unwetter in Ostsachsen. Östlich der Elbe aber auch bis hin zum Muldental könne es Gewittern mit starken Regengüssen geben. Auch die Gefahr von Hagel-Niederschlägen besteht. Sturmartige Böen mit Geschwindigkeiten von etwa 85 Kilometern in der Stunde werden erwartet.

Auch wenn die Temperaturen in der zweiten Hälfte der nächsten Woche zurückgingen, bedeute das noch nicht das Ende des Sommers, hieß es beim Deutschen Wetterdienst. Auch in den kommenden Wochen seien immer wieder Sonnentage mit bis zu 30 Grad möglich.

dpa/joka

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