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Hochwasser in Sachsen geht langsam zurück

Hochwasser in Sachsen geht langsam zurück

Görlitz/Meißen. Das Hochwasser in Sachsen ist am Donnerstag nur langsam zurückgegangen. An der Spree und ihren Zuflüssen, der Neiße, der Elbe und weiteren Flüssen blieben die Hochwassermeldegrenzen überschritten.

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Das September-Hochwasser in Sachsen geht langsam zurück.

Quelle: dpa

Vielerorts waren Felder und Wiesen überschwemmt, auch Häuser standen unter Wasser. In den nächsten Tagen rechnen die Experten aber mit einer Entspannung. Wie das Landeshochwasserzentrum mitteilte, sind bis Dienstag keine „nennenswerten Niederschläge“ vorhergesagt. Für eine Schadensbilanz sei es indes noch zu früh, hieß es.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) war am Donnerstag im Landkreis Meißen unterwegs, um sich über die Hochwasserlage zu informieren. Sein Sprecher Frank Wend berichtete, in Koselitz ständen diverse Häuser und Wohnungen unter Wasser. „Die Feuerwehr ist vor Ort. Es wird gepumpt, was das Zeug hält.“ Im benachbarten Pulsen sei versucht worden, eine Schule samt Heizhaus mit einem improvisierten Damm vor dem strömenden Wasser zu schützen.

Kritisch blieb die Lage am Pegel Boxberg im Schwarzen Schöps. Am Morgen wurden 455 Zentimeter registriert - der höchste dort bisher gemessene Wasserstand. Es galt weiter die Alarmstufe 4. Das Abwasserklärwerk wurde vorsorglich außer Betrieb genommen. Die Hochwasserwelle aus dem Schwarzen Schöps sollte dafür sorgen, dass die Wasserstände der Spree am Pegel Spreewitz noch etwas weiter ansteigen. Dort galt nach Auskunft des Landeshochwasserzentrums die Alarmstufe 2. Im benachbarten Brandenburg wuchsen die Sorgen, ob die Deiche dem Wasserdruck standhalten würden.

Am Pegel Kleinraschütz in der Großen Röder (Landkreis Meißen) wurde die Alarmstufe 4 dagegen im Laufe des Tages unterschritten. Auch Leipzig war diesmal vom Hochwasser betroffen. Nach Angaben der Stadt galt am Pegel Thekla in der Parthe die Alarmstufe 3. Im Stadtgebiet gab es etliche Überflutungen. Im Naherholungsgebiet Rosental waren Rad- und Fußwege nicht mehr passierbar. Auf der Autobahn 13 Dresden-Berlin, die wegen Überflutung in Richtung Hauptstadt zwischen Ortrand und Schönborn gesperrt worden war, rollte der Verkehr am Donnerstag dagegen wieder.

Welche Schäden das Hochwasser diesmal angerichtet hat, sei noch nicht zu überblicken, sagte Ministeriumssprecher Wend. „Wir haben eine Vielzahl von Einzelereignissen, die - wie es jetzt aussieht - nicht so dramatisch waren wie im August. Aber für jeden einzelnen Betroffenen ist es natürlich furchtbar.“

Auch der Landrat des Kreises Görlitz, Bernd Lange (CDU), rechnete mit deutlich geringeren Schäden. Genaue Zahlen müssten aber erst ermittelt werden, sagte er. So sei noch nicht abzuschätzen, welche Folgen die Überflutung von Feldern in der Landwirtschaft habe. „Es war eine Flächenüberschwemmung“, urteilte Lange. Er reagierte auch auf Kritik aus betroffenen Gemeinden, wonach der Katastrophenalarm für den nördlichen Teil des Kreises Görlitz zu früh aufgehoben worden sei. „Wir sollten differenzierter entscheiden“, räumte er ein.

dpa

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