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Hochwasserschutz: Tillich zufrieden mit Fortschritten, Grüne listen Versäumnisse auf

Hochwasserschutz: Tillich zufrieden mit Fortschritten, Grüne listen Versäumnisse auf

Die seit der Jahrhundertflut 2002 laufenden Arbeiten für einen besseren Hochwasserschutz in Sachsen sind nach Ansicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf einem guten Weg.

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Elbehochwasser im Januar 2011

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. „Wir tun etwas, was wichtig für Generationen ist“, sagte der Regierungschef am Donnerstag in Dresden auf einer Reise durch Gebiete, die in den vergangenen Jahren immer wieder von verheerenden Hochwassern betroffen waren. Am Berzdorfer See südlich von Görlitz wies Tillich auf die Notwendigkeit hin, das Vorhersagesystem zu verbessern, auch in der Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien.

Die Grünen warfen der Regierung Versäumnisse beim Hochwasserschutz vor. Sie habe zu wenig aus den Ereignissen gelernt, erklärte die Landtagsabgeordnete Gisela Kallenbach in Dresden. Fast auf den Tag genau von neun Jahren - am 12. August 2002 - waren nach tagelangem Dauerregen gewaltige Wassermassen über die Anwohner von Elbe, Mulde und etlichen Gebirgsflüssen hereingebrochen. 21 Menschen starben damals. In der Dresdner Altstadt standen historische Gebäude wie der Zwinger und die Semperoper im Wasser.

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Dresden. Die seit der Jahrhundertflut 2002 laufenden Arbeiten für einen besseren Hochwasserschutz in Sachsen sind nach Ansicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf einem guten Weg. „Wir tun etwas, was wichtig für Generationen ist“, sagte der Regierungschef am Donnerstag in Dresden zum Auftakt einer Reise durch die Hochwassergebiete des Freistaats.

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Im Sommer 2010 richteten Hochwasser unter anderem an Spree und Neiße immense Schäden an. Durch einen Dammbruch in Polen war das Ausmaß am Berzdorfer See besonders verheerend. Tillich informierte sich dort unter anderem über den Wiederaufbau der auf 400 Metern zerstörten Bahnlinie, auf der seit April 2011 der Verkehr zwischen Görlitz und Zittau wieder rollt. Nach Ansicht des Ministerpräsidenten sei wichtig, in Katastrophenfällen direkt Kontakt über die Grenze hinweg aufzunehmen. Parallel zum staatlichen Meldesystem sollte deshalb ein Informationsnetz in der Region aufgebaut werden.

Tillich betonte, dass die technischen Einrichtungen nie einen völligen Schutz bieten können. „Die Natur lässt sich nicht vom Menschen vorschreiben, wie sie sich zu verhalten hat.“ Die Dresdner Altstadt ist mittlerweile vor einer Flut der Elbe wie 2002 geschützt. Damals zeigte der Pegelstand den Rekordwert von 9,40 Meter an. Im kommenden Jahr soll nach Angaben der Landestalsperrenverwaltung die Innenstadt auch vor einem extremen Hochwasser der Weißeritz - einem Fluss aus dem Erzgebirge - sicher sein. Das Gelände des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier in Bautzen soll künftig eine Schutzwand zur Spree hin sichern. Der Bau dafür hat am Donnerstag bei Tillichs Besuch im Werk symbolisch begonnen.

dpa

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