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Im Jemen vermisstes Ehepaar und kleiner Sohn aus Sachsen sind tot

Im Jemen vermisstes Ehepaar und kleiner Sohn aus Sachsen sind tot

Das vor fünf Jahren im Jemen entführte Ehepaar aus Ostsachsen und sein kleiner Sohn sind tot. Darüber habe das Auswärtige Amt jetzt die Angehörigen informiert, sagte der Sprecher der Familie, Pastor Reinhard Pötschke, am Dienstag.

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Die im Jemen vermisste Familie aus Sachsen ist tot.

Quelle: dpa

Meschwitz. Er bestätigte einen Online-Bericht des evangelischen Magazins „Idea Spektrum“.

Für die Angehörigen sei damit traurige Gewissheit, was sie seit Jahren befürchtet haben. „Wir sind aber auch froh, jetzt wenigstens an einem Punkt zu sein, an dem wir in die Phase des Trauerns und des Abschiednehmens eintreten können.“

Laut Pötschke heißt es in dem Schreiben des Auswärtigen Amtes: „Gemäß hier vorliegendem zuverlässigen nachrichtendienstlichen Aufkommen wurden Johannes, Sabine und Simon Hentschel im Verlauf ihrer Entführung im Jemen getötet bzw. verstarben.“ Die bei der Geiselnahme 36 Jahre alten Eltern seien getötet worden, der knapp einjährige Simon sei - vermutlich an einer Infektion - gestorben, sagte Pötschke.

Das Schreiben des Auswärtigen Amtes habe die Familie Ende August erreicht, sagte Pötschke, der Schwager des getöteten Johannes Hentschel. Sie hätten in den vergangenen Wochen zunächst weitere Angehörige und Freunde der Familie über die Nachricht informiert, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen wollten.

Töchter leben wieder in Deutschland

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Die im Jemen vermisste Familie kam aus Meschwitz bei Bautzen.

Quelle: dpa

Die Eltern aus Meschwitz hatten in dem Land für eine kleine christliche Hilfsorganisation in einem staatlichen Krankenhaus in der nordjemenitischen Provinz Saada gearbeitet. Am 12. Juni 2009 waren die Krankenschwester und der studierte Maschinenbauer dann verschleppt worden, zusammen mit ihren Kindern und vier Kollegen aus dem Krankenhaus. Drei Erwachsene aus der Gruppe - zwei deutsche Pflegehelferinnen und eine südkoreanische Lehrerin - wurden später erschossen aufgefunden.

Die Töchter Lydia und Anna - heute zehn und acht Jahre alt - kamen im Mai 2010 frei und kehrten nach Deutschland zu Tante und Onkel zurück.  Die Mädchen sprachen zu diesem Zeitpunkt nur Arabisch, nannten sich Sarah und Fatima, wussten mit ihren Verwandten und der Welt um sie herum nichts anzufangen.

dpa

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