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Immer mehr Drittmittel für sächsische Hochschulen

Forschung Immer mehr Drittmittel für sächsische Hochschulen

Die Universitäten und Fachhochschulen des Freistaates können von Jahr zu Jahr mehr Forschungsgelder verbuchen. Der Anteil der Industrie ist jedoch noch ausbaufähig.

Die Universität Leipzig finanziert laut aktuellem Jahresbericht etwa 1600 Mitarbeiter aus Drittmitteln.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Hochschulen werben jede Menge Forschungsgelder ein: Die TU Dresden konnte ihre Drittmittel in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppeln. Nach vorläufigen Zahlen sammelte die Technische Universität im vergangenen Jahr rund 243 Millionen Euro ein - so viel wie keine andere sächsische Hochschule. Bei dieser Zahl sei die medizinische Fakultät sogar noch außen vor, erklärte Sprecher Mathias Bäumel der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Doch auch die Technischen Universitäten in Chemnitz und Freiberg stehen gut da: „Von 2004 bis 2014 hat die TU Chemnitz ihre Drittmitteleinnahmen fast vervierfacht“, sagte Sprecher Mario Steinebach. Laut den aktuellsten Zahlen von 2014 waren es 74,5 Millionen Euro, mit denen etwa 1300 Projekte finanziert wurden.

An der Bergakademie Freiberg flossen zuletzt rund 56 Millionen Euro in 1000 geförderte Projekte. Das ist ein Plus von 180 Prozent gegenüber 2005 mit 20 Millionen Euro Drittmitteln, wie aus dem Forschungsbericht hervorgeht. Künftig soll besonders der Drittmittelanteil seitens der EU kontinuierlich erhöht werden, sagte Sprecherin Luisa Rischer. Hier gäbe es größeres Potenzial.

Damit sind die drei technischen Universitäten des Freistaats im deutschlandweiten Vergleich ganz vorn dabei. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hat nur die Technische Hochschule Aachen im Vergleichsjahr 2014 mehr Drittmittel je Professur eingeworben als die TU Freiberg. Die Bergakademie konnte demnach knapp 790 000 Euro für sich verbuchen. In dieser Rangliste sind auch die TU Chemnitz mit Platz sieben (482 000 Euro) und die TU Dresden an achter Stelle (464 000 Euro) vertreten. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt an Unis liegt bei 256 000 Euro.

Die kontinuierlich gestiegenen Drittmitteleinnahmen seien ein Ausweis für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Hochschulen und ihrer Wissenschaftler, sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Zudem seien sie eine wichtige zusätzliche Finanzierungssäule. „Über 30 Prozent des Personals an den Hochschulen sind über Drittmittel finanziert. Der Anteil steigt weiter an“, erklärte Stange auf Anfrage.

131 Millionen Euro an Drittmitteln für Uni Leipzig

So finanziert die Universität Leipzig laut aktuellem Jahresbericht etwa 1600 Mitarbeiter aus Drittmitteln, die im vergangenen Jahr rund 131 Millionen Euro betrugen. Rund die Hälfte der Gelder stammt demnach aus dem Etat des Bundesforschungsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zwölf Millionen Euro und damit etwa neun Prozent steuerte die Industrie bei.

Deutlich stärker arbeiten Sachsens Fachhochschulen mit der Wirtschaft zusammen. Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) warb demzufolge ein Drittel der Forschungsgelder in Höhe von 8,7 Millionen Euro bei Unternehmen ein.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) finanziert rund 30 Prozent der 220 laufenden Projekte durch Industriepartner. Auch die HTW habe ihre Drittmittel von derzeit knapp 7,7 Millionen Euro seit 2006 nahezu verdoppeln können, erläuterte Forschungskoordinator Bernhard Jansen. Bei der Hochschule Mittweida (7,4 Millionen Euro Drittmittel) wird laut Pressesprecher Helmut Hammer jedes vierte der rund 100 Drittmittelprojekte durch Unternehmen finanziert.

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) hat aktuell rund 11,5 Millionen Euro an Drittmitteln zur Verfügung. Rund 18 Prozent davon kommen aus der Wirtschaft. Den Angaben zufolge werden rund 230 HTWK-Mitarbeiter aus Drittmitteln bezahlt. Nach Einschätzung des Wissenschaftsministeriums haben Sachsens Hochschulen bei der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft jedoch noch Luft nach oben: Die Einnahmen wachsen demnach noch zu langsam.

LVZ

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