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In Sachsen und Thüringen liegt Selbstschlagen des Tannenbaums voll im Trend

Weihnachtsbäume In Sachsen und Thüringen liegt Selbstschlagen des Tannenbaums voll im Trend

Nordmanntanne, Fichte, Edeltanne, Kiefer oder Douglasie? Jedes Jahr stellen sich die Deutschen aufs Neue die Frage, welcher Baum es denn für das Fest der Liebe werden soll. Etwa 1500 Bäume werden beim Selberschlagen an Verkaufstagen allein im Forstbezirk Leipzig verkauft. Tendenz seit Jahren steigend.

Großer Andrang im Naunhofer Forst: Viele nutzen die Gelegenheit, sich ihren Weihnachtsbaum persönlich auszusuchen und zu schlagen.
 

Quelle: Andre Kempner

Naunhof. Nordmanntanne, Fichte, Edeltanne, Kiefer oder Douglasie? Jedes Jahr stellen sich die Deutschen aufs Neue die Frage, welcher Baum es für das Fest der Liebe werden soll. „Bei uns in den Weihnachtsbaumkulturen wachsen vor allem Blaufichten“, erklärt Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirkes Sachsen, am Wochenende bei der der traditionellen Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison im Naunhofer Forst bei Grimma. „Die Blaufichte wird sehr gern von den Leuten gekauft. Sie ist sehr pflegeleicht, hat eine schöne Farbgebung und sie pickst ein wenig – es besteht also keine Gefahr, dass jemand den Tannenbaum plündert“, lacht er. Auch andere Sorten werden natürlich angeboten. „Wir haben auch Nordmanntannen, aber die werden Sie eher auf einer landwirtschaftlichen Plantage finden als bei uns im Forstbetrieb. Außerdem bieten wir noch Schwarzkiefern und serbische Fichten an.“

Pünktlich um 10 Uhr wurde am Sonnabend die Fläche für die zahlreichen Besucher freigegeben. Ausgestattet mit Handsägen machen sie sich auf die Suche nach ihrem Weihnachtsbaum. Schon nach wenigen Minuten haben die Ersten ihre Wahl getroffen, der perfekte Weihnachtsbaum für 2015 wird „eingetütet“ und im Auto verstaut.

Die Möglichkeit, seinen Baum selber zu schlagen, wird von den Leuten sehr gut angenommen. „Man könnte sagen, es ist der Renner. In der Nähe von Großstädten kommen viele Menschen, vor allem Familien, um sich ihren Baum auszusuchen und selber abzusägen“, so Padberg. So wird der Tannenbaum zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Vor allem für Kinder ist das Aussuchen des Baumes und das Erlebnis im Wald aufregend. Waldkönigin Saskia I., die beim Weihnachtsbaumschlagen im Naunhofer Forst dabei ist, findet das Angebot toll. „So kann man auch der Naturentfremdung entgegenwirken und den Leuten vielleicht den Wald wieder etwas näherbringen.“ Für sie ist auch die Idee, zu den Feiertagen dann ein Stück heimische Natur bei sich im Haus zu haben, ein schöner Gedanke.

Etwa 1500 Bäume werden beim Selberschlagen an Verkaufstagen allein im Forstbezirk Leipzig verkauft. Tendenz seit Jahren steigend. „Mittlerweile bauen wir auf 27 Hektar Weihnachtsbäume an“, sagt Andreas Padberg. Horst Sproßmann, Forstdirektor in Thüringen, bestätigt den Trend und weiß: „Im Vergleich zu Bäumen, die man abgepackt oder auf Plantagen kaufen kann, haben die Selbstgeschlagenen den Vorteil, dass sie weder beschnitten, gedüngt oder mit sonstigen Pflanzenschutzmitteln bearbeitet worden sind.“ Auch im Thüringer Forst setzt man auf einheimische Sorten wie Fichte, Kiefer, Weißtanne oder Douglasie. Etwa 10.000 Bäume werden in ganz Thüringen selbst aus dem Wald geholt. Weitere Vorteile kennt Andreas Padberg vom Sachsenforst: „Die meisten Bäume, die in der Stadt verkauft werden, haben schon einen langen Weg hinter sich und belasten so die Umwelt.“ Das wichtigste Importland für Tannen ist zur Weihnachtszeit Dänemark. „Wenn die Bäume von dort kommen, sind sie etwa drei Wochen unterwegs und lange nicht mehr so frisch“, sagt er.

Der beliebteste Tannenbaum der Deutschen wird auch in diesem Jahr – da sind sich Sproßmann und Padberg einig – die Nordmanntanne bleiben. Etwa 75 bis 80 Prozent der Bäume, die zum Fest der Feste das heimische Wohnzimmer schmücken, gehören zu dieser Sorte. Geerntet wird ein Weihnachtsbaum in der Regel nach fünf bis sieben Jahren. Die Tanne wächst etwa 15 Zentimeter pro Jahr.

Von Tatjana Kulpa

Weihnachtsbaum direkt vom Förster

10.-12.12., jeweils 9 bis 13 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Forstrevier Karsdorf, Verkauf von bereits geschnittenen Bäumen an der Försterei, Auswahl aus Blaufichte, Nordmanntanne und Kiefer, Kosten: 10 bis 25 Euro/Stück. Wo: Försterei Hirschbach, Reinberger Weg 30, 01768 Reinhardtsgrimma Hirschbach
12.12., 10 bis 14 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Fischbacher Forst, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, mit Lagerfeuer, Glühwein und Speisen im Wald. Auswahl aus Blaufichte, Omorikafichte, Gemeine Fichte und Kiefer, Kosten: 15 Euro/Stück. Wo: Scharzes Ross, Nähe B6, 01477 Fischbach – Waldsiedlung
12.12., 9 bis 15 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Thümmlitzwald, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen. Auswahl Blaufichte, Wo: Thümmlitzwald, Zufahrt über Fürstenweg 04668 Seidewitz
12.12. und 20.12., ab 10 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Revier Gräfendorf, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen. Auswahl aus Kiefer und Fichte, Kosten: 12 Euro/Stück. Wo: Schießstand, B183 Abzweig Pretzschau (ausgeschildert), 04860 Pretzschau
17.12.-19.12., jeweils 9 bis 13 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Forstrevier Karsdorf, Verkauf von bereits geschnittenen Bäumen an der Försterei, Auswahl aus Blaufichte, Nordmanntanne und Kiefer, Kosten: 10 bis 25 Euro/Stück. Wo: Försterei Hirschbach, Reinberger Weg 30, 01768 Reinhardtsgrimma Hirschbach
19.12., 9 bis 15 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf am Unger, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, Auswahl aus Blaufichte, Gemeine Fichte, Kiefer Kosten: 15 Euro/Stück. Wo: Sägewerk Grollmuß, 01844 Langburkersdorf Anbau
19.12., 10 bis 14 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Graupaer Wald, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, mit Lagerfeuer, Glühwein und Speisen im Wald. Auswahl aus Blaufichte, Omorikafichte, Gemeine Fichte und Kiefer Kosten: 15 Euro/Stück. Wo: Marktweg, im Tännicht, 01796 Pirna OT Graupa
19.12., 9 bis 13 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Forstrevier Grillenburg, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, Auswahl aus Gemeine Fichte Kosten: 10 bis 25 Euro/Stück. Wo: Seerenteichstraße Wald unter der Licht 01737 Grillenburg
19.12., 10 bis 14 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Hohwald, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, mit Lagerfeuer, Glühwein und Speisen im Wald. Auswahl aus Blaufichten Kosten: 15 Euro/Stück. Wo: Steinhübelweg im Hohwald 01844 Neustadt (Sachsen)
20.12., Weihnachtsbaumverkauf im Waldgebiet Massenei, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, Lagerfeuer, Glühwein und Speisen im Wald. Auswahl aus Baumarten Blaufichte, Gemeine Fichte Kosten: zwischen 15/Stück bis 20 Euro/Stück. Wo: Bahnübergang Seeligstadt, 01909 Großhartau Seeligstadt
20.12., 10 bis 15 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf im Oberholz, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, Auswahl aus Blaufichte oder Nordmanntanne Wo: Im Oberholz 04463 Großpösna
20.12., 9 bis 15 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf auf der Kippe Böhlen, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Auf die Kinder warten waldpädagogische Angebote durch den Forstbezirk. Auswahl aus Blauchfichte Wo: Zufahrt über die B2 Parkplatz Imbiss Waldidyll, Kippe Böhlen 04564 Böhlen

Hier bekommen Sie Ihren Weihnachtsbaum in Thüringen direkt vom Förster:
12.12., 9 bis 15 Uhr: Weihnachtsbaumverkauf in Altenburg, Auswahl aus: Fichte und Douglasie Kosten: 7 bis 12 Euro/lfm Wo: An der Försterei 1, 04603 Nobitz b. Altenburg, OT Wilchwitz
19.12.2015 Weihnachtsbaumverkauf vom Forstamt Jena-Holzland, Weihnachtsbäume zum Selbstschlagen Auswahl aus: Fichte und Douglasie Kosten 7 bis 12 Euro/lfm Wo: Am Sportplatz Hummelshain, 07768 Hummelshain
19.12.2015 Weihnachtsbaumverkauf vom Forstamt Neustadt/Orla, Weihnachtsbaumschlagen mit dem Förster in Trannroda. Für weitere Infos unter: 0172-3480293

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