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Intel eröffnet Entwicklungsstandort in Dresden - bis Herbst 50 neue Mitarbeiter

Intel eröffnet Entwicklungsstandort in Dresden - bis Herbst 50 neue Mitarbeiter

Nach AMD, Globalfoundries und Infineon ist nun ein weiteres Schwergewicht der Chipbranche in Dresden vertreten, berichten die in Dresden erscheinenden "Dresdner Neuesten Nachrichten" in ihrer Mittwochsausgabe: Der US-Halbleiterkonzern Intel wird Ende der Woche einen Entwicklungs-Standort in der sächsischen Landeshauptstadt offiziell eröffnen, wie Thomas Kaminski von Intel Deutschland mitteilte.

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Quelle: dpa

Dresden. Die Forschungsfirma ist Teil der konzerneigenen Sparte „Intel Mobile Communications" (IMC) und soll sich mit der Entwicklung neuer Mobilfunkchips, vor allem für die neue Handy-Datenfunktechnik LTE beschäftigen. „Da der Standort Dresden für IMC immer wichtiger wird, wird sich die Mitarbeiterzahl bis zum Herbst 2011 innerhalb eines Jahres auf dann 100 Mitarbeiter verdoppeln", kündigte Kaminski an.

Die neue Intel-Niederlassung hat eine wechselvolle Geschichte: 1999 gründeten Ingenieure der TU Dresden die Firma „SystemonIC" mit zunächst fünf Mitarbeitern, diese entwickelten für die damals noch junge WLAN-Technik Datenempfänger für tragbare Computer (Notebooks). Später übernahm die niederländische Philips-Tochter NXP die Dresdner Ausgründung und richtete sie auf die Chipentwicklung für die neue Handy-Datenfunktechnik „Long Term Evolution" (LTE). Diese erlaubt es Besitzern von Computerhandys (Smartphones), zehn bis 20 Mal so schnelle Internetverbindungen wie heutige UMTS/HSDPA-Handys.

Als sich der Konzern ab 2008 aus Kostengründen restrukturierte, schloss NXP allerdings große Teile seines Dresdner Entwicklungszentrums. Dessen Mitarbeiter gründeten daraufhin Anfang 2009 eine eigene Firma namens „Blue Wonder Communications GmbH", die mit rund 40 Dresdner NXP-Ingenieuren an den Start ging, damit das hiesige Know-How in der LTE-Technik nicht verloren geht. Die Ingenieure beteiligten sich unter anderem am sächsischen Spitzcluster-Projekt „Coll Silicon". 2010 übernahm dann Infineon die Forschungsfirma. Doch kurz darauf verkaufte der deutsche Chipkonzern seine gesamte Mobilfunktechnik-Sparte an Intel und so landet „Blue Wonder" nun bei Intel.

Bernd Hempelmann, DNN

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