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Invasion der Feldmäuse in Sachsen befürchtet – milder Winter begünstigt Vermehrung

Invasion der Feldmäuse in Sachsen befürchtet – milder Winter begünstigt Vermehrung

Der zweite milde Winter in Folge lässt die Gefahr einer Mäuseplage in Sachsen wachsen. „Es deutet sich schon an, dass wir mit Feldmäusen in diesem Jahr größere Probleme kriegen“, sagte Andreas Jahnel vom Landesbauernverband.

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Eine Feldmaus in ihrem Bau. (Archivfoto)

Quelle: Volkmar Heinz

Dresden. In vielen Regionen seien bereits Löcher auf dem Feld zu sehen, vor allem in Westsachsen. 

„Dort habe ich von einigen Betrieben Meldung bekommen“, so Jahnel. Auch in Erzgebirgslagen könnte es kritisch werden. Feldmäuse unterhöhlen Äcker. Sie nagen Wurzeln an und fressen sich nach oben durch. Nicht selten bleiben dann abgestorbene Pflanzen und kahle Felder zurück. Da nicht mehr mit einer Kältewelle zu rechnen sei, könnten sich die Tiere nun ungebrochen vermehren, hieß es.  

Die kleinen Nager lassen sich laut Verband nur mit Giftködern in den Mauselöchern bekämpfen. Bei den großen Ackerflächen sei das Verfahren aber kompliziert und nur schwer umzusetzen. „Wenn es richtig schlimm ist, kann man nur wenig machen“, so Jahnel.  Wie sich die Mausbestände in den nächsten Wochen entwickeln, hängt auch vom Wetter ab.

Die Landwirte hoffen auf Regen, weil in den vergangenen Wochen vielerorts der Niederschlag fehlte. Bis Mai müsse zudem mit Spätfrösten gerechnet werden. Derzeit bereiten die Landwirte die Frühjahrsaussaat vor. Während einige Bauern in Nordsachsen schon das Sommergetreide in den Boden bringen, müssen Landwirte in den Gebirgslagen damit noch etwas warten. Dort gebe es nachts noch Bodenfrost, so Jahnel. 

2014 wurden in Sachsen nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund drei Millionen Tonnen Getreide geerntet - damit fiel die Ernte besser aus als im Jahr zuvor. 2013 fuhren die Landwirte 2,54 Millionen Tonnen Getreide ein.

LVZ

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