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Jugendliche bei internationalen Workcamps in Sachsen-Anhalt im Einsatz

Jugendliche bei internationalen Workcamps in Sachsen-Anhalt im Einsatz

Von Denkmalpflege bis Wildwuchsbeseitigung: Jugendliche haben in diesen Sommerferien an vielen Stellen in Sachsen-Anhalt in Workcamps gemeinnützig gearbeitet. Dabei geht es nicht allein um die Arbeit, sondern vor allem auch um das gegenseitige Kennenlernen und das Gemeinschaftserlebnis, wie eine dpa-Umfrage ergab.

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Studenten streichen ein Stück Mauer am Grenzdenkmal in Hötensleben (Bördekreis). (Archivbild)

Quelle: dpa

Halle. Bei den Workcamps der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste in Sachsen-Anhalt (IJGD) arbeiten die Jugendlichen täglich rund fünf, sechs Stunden gemeinnützig. Die knapp 90 Teilnehmer der fünf Camps in diesem Sommer waren in ganz unterschiedlichen Bereichen eingeplant, wie IJGD-Jugendbildungsreferentin Franziska Ilse berichtet. So wurden in den vergangenen Wochen etwa in Barleben (Kreis Börde) am Jersleber See die Strandanlagen erneuert oder am 300 Jahre alten Simonetti-Haus in Coswig/Anhalt Denkmalpflegearbeiten ausgeführt.

In einem deutsch-russischen Camp in Kretzschau bei Zeitz werden noch bis Ende August Baumhäuser für die ansässige Jugendherberge gebaut. „Es geht in den Camps nicht nur um das Arbeiten - sondern auch darum, Vorurteile abzubauen und Sprachbarrieren zu überwinden“, sagt Ilse. Beispielsweise werden stets Küchenteams verschiedener Nationen gebildet, die für die Versorgung an einem bestimmten Tag zuständig sind.

Auch beim 20. Eurocamp des Landes Sachsen-Anhalt in Naumburg stand während und auch außerhalb der Arbeitsprojekte die Begegnung und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Die 76 Teilnehmer arbeiteten gemeinsam an verschiedenen gemeinnützigen Projekten in der diesjährigen Eurocamp-Stadt: im Bürgergarten, im historischen Schlachthof, dem Jugendzentrum Fischgasse und in der Grundschule Kleinjena. So wurden etwa im Bürgergarten Denkmale gereinigt oder der Zaun zum Jugendzentrum kinder- und jugendgerecht gestaltet. „Dabei arbeiten wir nicht nur für die einzelnen Projekte - sondern dies ist auch eine Form, bei der die Jugendlichen miteinander intensiv in Kontakt kommen“, berichtet Projektkoordinator Wolfgang Meyer.

Der Grenzdenkmalverein Hötensleben (Kreis Börde) hat in diesem Jahr bereits zum 14. Mal ein Workcamp veranstaltet. „Mittlerweile sind für unsere Camps bereits mehr als 180 junge Leute aus 27 Ländern nach Hötensleben gekommen“, erzählt der Vereinsvorsitzende Achim Walther. Die Teilnehmer helfen, das Grenzdenkmal instandzuhalten - etwa mit Erdarbeiten, Grünpflege oder Wildwuchsbeseitigung. Doch es gehe nicht allein um die Arbeit in den dreiwöchigen Camps, sagt Achim Walther: „Die Teilnehmer sollen auch sich gegenseitig und ihre Kultur sowie ein Stück Deutschland kennenlernen.“

Oft kämen geschichtlich interessierte junge Leute in das Camp. Der Grenzdenkmalverein Hötensleben will „dem Vergessen, Verdrängen und Verklären“ der Verbrechen des DDR-Regimes entgegentreten und engagiert sich für den Erhalt der ehemaligen Grenzsicherungsanlagen in Hötensleben als Denkmal. Er hat sich die ideelle Arbeit mit dem Denkmal zur Aufgabe gemacht.

„Allen Workcamps gemeinsam ist, dass die Teilnehmer keine speziellen Vorkenntnisse mitbringen müssen. Und: Es geht stets darum, dass Gemeinschaft gelebt wird“, sagt Christian Scharf. Er ist Leiter des Europäischen Jugendkompetenzzentrums „Go Europe“ in Sachsen-Anhalt, wo über internationale Workcamps informiert wird. Dass diese sich einer großen Beliebtheit erfreuen, erklärt er auch damit, dass Auslandserfahrungen heute ein wichtiger Berufsfaktor seien. „Oftmals ist es für die Jugendlichen die erste Auslandserfahrung allein“, sagt Scharf.

Antonie Städter, dpa

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