Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kabinettssitzung ohne Stift und Papier

Kabinettssitzung ohne Stift und Papier

Sachsen braucht zum Regieren künftig weder Stift noch Papier. Am Dienstag hielt das Kabinett unter Vorsitz von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) seine erste elektronische Sitzung ab.

Dresden. Im schwarz-gelben „E-Kabinett“ hantieren die Minister ausschließlich mit Laptop, wichtige Dokumente sind auf USB-Stick gespeichert. So schrumpft denn auch der neue Doppelhaushalt auf Mini-Format. Justizminister Jürgen Martens (FDP) sieht den Freistaat damit als Vorreiter in Deutschland. „Die Zeiten, wo man mit dicken Aktenpaketen und dicken Aktenordnern auf der Treppe zur Staatskanzlei gesehen werden konnte, die sind vorbei.“

Martens versicherte, dass es bei der Premiere der papierlosen Kabinettssitzung keine „Leibesvisitationen“ nach versteckten Füllern oder Kugelschreibern gab. Bislang hat die Regierung noch nicht errechnet, wie viel Papier am Ende gespart werden kann. Martens geht aber von beträchtlichen Mengen aus. Schließlich musste jede Kabinettsvorlage bisher in 32-facher Ausführung eingereicht werden. Bei einem Haushaltsplan käme da Einiges zusammen. Der Justizminister sieht auch andere Vorteile: „Sie können in den Dokumenten schneller recherchieren.“ Größere Investitionen seien nicht notwendig gewesen. Die „Verkabelung des Kabinetts“ habe rund 2000 Euro gekostet.

Der Justizminister stimmte auf weitere Neuerungen ein. „Die elektronische Kabinettsarbeit ist ein Anfang.“ Am Ende soll im Freistaat vom Online-Förderantrag bis zur elektronischen Zustellung der Entscheidung alles „automatisch“ gehen. Auch alle Anfragen und Anträge von Bürgern sollen sich so nahtlos in den Verwaltungsprozess integrieren lassen. Angst vor Hackern oder Stromausfall hat Martens nicht. „Ich gehe mal davon aus, dass es im Ernstfall auch gelingen würde, bei Stromausfall die Kabinettssitzung stattfinden zu lassen.“ Gleichwohl räumte er ein, dass es unter seinen Ministerkollegen Zurückhaltung gab. „Es gibt überall Bedenkenträger, auf Norddeutsch heißt das Problem-Scouts.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr