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Katastrophenalarm wegen Hochwassers in der Sächsischen Schweiz aufgehoben

Katastrophenalarm wegen Hochwassers in der Sächsischen Schweiz aufgehoben

Die Hochwassersituation in Sachsen hat sich am Montag nach einigen Stunden wieder leicht entspannt. Der am Vormittag für Bad Schandau und das Kirnitzschtal ausgerufene Katastrophenalarm sei um 14.00 Uhr aufgehoben worden, sagte Kati Hille vom Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna.

Görlitz/Bautzen/Dresden. „Die Welle ist durch.“ Nun würden Schäden begutachtet. Über deren Ausmaß könne noch nichts gesagt werden. Tote oder Schwerverletzte gebe es nicht, aber Überschwemmungen in mehreren Orten, sagte Hille. Schon vor einer Woche hatten über die Ufer getretene Gebirgsflüsse erhebliche Schäden angerichtet.

In der Nacht zum Montag hatte starker Regen in Sachsen für steigende Pegelstände gesorgt. Inzwischen musste die Sächsische Dampfschiffahrt vor dem Hochwasser kapitulieren und den Fahrbetrieb bis auf weiteres einstellen. Auch die Autofähre in Pillnitz und die Personenfähre in Johannstadt bleiben außer Betrieb, teilten die Dresden Verkehrsbetriebe (DVB) am Montag mit. Die Personenfähre am Pillnitzer Schloss pendelt aber weiterhin von einer Elbseite zur anderen.

In den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz und Bautzen gilt seit den frühen Morgenstunden Alarmstufe drei, teilte das Landeshochwasserzentrum in Dresden mit. In Dresden traten kleinere Flüsse über die Ufer. „Das ein oder andere Bächlein war nicht mehr da, wo es hingehörte", sagte ein Polizeisprecher in Dresden. Zahlreiche Nebenstraßen mussten vorübergehend wegen Überschwemmung gesperrt werden. Auch die Bundesstraße 6 war zeitweise nicht befahrbar. Die Lage hat sich der Dresdner Polizei zufolge am Morgen aber wieder normalisiert. Viel zu tun hatte dagegen die Dresdner Feuerwehr. Von Sonntagnachmittag bis in den Montagmorgen hinein musste sie immer wieder ausrücken, um Unwetterschäden zu beseitigen. Um genau 16.18 Uhr ging am Sonntag der erste Notruf wegen umgestürzter Bäume ein. Ein Fahrzeug in der Gutsmuthsstraße in Mickten wurde durch einen Baum beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. In der Behringstrasse in Friedrichstadt lief eine Unterführung voll. Insgesamt gab es im Stadtgebiet bis zum frühen Abend 15 Einsätze. Besonders betroffen waren die Stadtteile im Dresdner Westen, so unter anderem Gorbitz, Cossebaude, Friedrichstadt und Briesnitz. Dies teilt die Feuerwehr am Montagmorgen mit. In der Nacht um 01.15 Uhr gab es einen weiteren Einsatz in der Sachsenwerkstrasse in Leuben. Ein Blitz war im Dach eines Wohnhauses eingeschlagen. Das dabei entstandene Feuer war aber durch den starken Regen bereits wieder verloschen. Verletzt wurde niemand. Gegen zwei Uhr in der Nacht rückte die Dresdner Berufsfeuerwehr in Richtung Schönefelder Hochland aus. Zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren vor Ort mussten Keller und Erdgeschosse leer gepumpt sowie Barrieren aus Sandsäcken aufgebaut werden. Besonders betroffen waren die Orte Eschdorf und Schullwitz. Um 8 Uhr verließen die letzten Fahrzeuge die Einsatzorte. In anderen Orten Sachsens gab es Warnungen an die Bevölkerung. Südlich von Bautzen wurde an der Spree in Schirgiswalde die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Das gilt auch für die Elb-Nebenflüsse Polenz in Neustadt und für die Wesenitz im Bereich Pirna. Sirenen hätten die Bevölkerung am Morgen gewarnt, teilte das Landratsamt in Pirna mit. Die Bewohner seien zu Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. Am Ortseingang Pirna ist die Bundesstraße 172 gesperrt, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Der Regen spülte Schlamm und Geröll auf die Fahrbahn. Vorübergehend mussten am Morgen außerdem die B172a und die A17 von Dresden in Richtung Tschechien wegen Überschwemmung gesperrt werden. „Keller, Straßen, mehrere Ortsteile - alles überflutet", sagte ein Feuerwehrmann bei der Leitstelle Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).

ab/dpa

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