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Kinderhilfe nach tödlicher Kampfhundattacke: Hundegesetz in Thüringen unzureichend

Kinderhilfe nach tödlicher Kampfhundattacke: Hundegesetz in Thüringen unzureichend

Die Regelungen für gefährliche Hunde sind aus Sicht der Deutschen Kinderhilfe in Thüringen unzureichend. Ein schärferes Hundegesetz hätte das Unglück in Sachsenburg, bei dem vier Bullterrier am Freitag ein dreijähriges Mädchen totgebissen haben, eventuell verhindert.

Sachsenburg/Erfurt. Das sagte der Chef des Verbandes, Georg Ehrmann, der Nachrichtenagentur dpa in Erfurt am Sonntag. „Im Freistaat gilt jeder Hund so lange als ungefährlich, bis er zubeißt." Das sei unverantwortlich. So hätten sich etwa Listen mit gefährlichen Hunderassen bewährt. „Die Behörden der Gemeinden sind mehr sensibilisiert, wenn in ihrem Bereich solche Hunde auftauchen."

Bei solchen Hunderassen sowie bei großen und schweren Hunden müsse die Sachkunde sowie die Integrität der Halter geprüft werden, sagte Ehrmann. So dürften diese Tiere nicht in die Hände etwa von vorbestraften Gewalttätern oder Menschen mit Alkoholproblemen gelangen. In Ländern, in denen es solche Überprüfungen gebe, habe sich etwa das Thema „Kampfhund als Statussymbol junger Männer" weitgehend erledigt. „Vier Pitbulls dürfen in anderen Ländern nur unter strengen Bedingungen gehalten werden - wenn überhaupt", sagte Ehrmann. Bei dem Unglücksfall in Sachsenburg aber hätten die Behörden wegen fehlender Regelungen in Thüringen vermutlich kaum gegen die Halterin vorgehen können, selbst wenn sie von deren Kampfhunden gewusst hätten.

Am Freitagabend war in Sachsenburg ein dreijähriges Mädchen von den vier Kampfhunden seiner Tante bei einem Besuch unvermittelt angefallen und totgebissen worden. Gegen die 44-jährige Frau, die ihre Tiere nicht den Behörden gemeldet haben soll, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die 72 Jahre alte Urgroßmutter, die das Kind schützen wollte, liegt verletzt im Krankenhaus. Routinemäßig wird auch gegen die Eltern des Mädchens ermittelt. Es werde geprüft, ob diese gegen die Aufsichtspflicht verstoßen hätte, teilte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen mit.

dpa

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