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Kindstötung in Eilenburg: Lions Mutter muss in Untersuchungshaft

Kindstötung in Eilenburg: Lions Mutter muss in Untersuchungshaft

Im Fall des getöteten 19 Monate alten Lion G. hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig Haftbefehl gegen die Kindsmutter und gegen deren Lebensgefährten erlassen.

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Sowohl Lions Mutter als auch deren Lebensgefährte kommen vorerst hinter Gitter.

Quelle: dpa

Leipzig. Das teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mit. Der Verdacht lautet auf Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit Körperverletzung mit Todesfolge. Beide Beschuldigte kommen daher in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig sieht den 20-jährigen Beschuldigten Benjamin C. als dringend tatverdächtig an, das Kind seiner Lebensgefährtin am Abend des 7. August in den Bauch getreten und geschlagen zu haben. Lion verstarb infolge der dadurch erlittenen schwersten inneren Verletzung am folgenden Tag.

Die Mutter Christin G. wird verdächtigt, trotz der durch die Misshandlungen aufgetretenen Schmerzen ihrem Kind über einen längeren Zeitraum nicht geholfen und einen Arzt konsultiert zu haben. Aufgrund dieses Unterlassens sei der Junge „mitursächlich" zu Tode gekommen, so die Staatsanwaltschaft.

Beide Beschuldigten haben bisher angegeben, dass das Kind nicht missbraucht worden sei. Sie hätten auch nicht bemerkt, dass der jeweils andere dies gemacht habe. Nach bisherigen Ermittlungen sieht die Staatsanwaltschaft diese Aussagen als widerlegt an.

Für die den Beschuldigten zur Last gelegten Straftaten sieht das Strafgesetzbuch mindestens drei und bis zu 15 Jahre Haft vor. Es wird noch geprüft, ob Benjamin C. nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht zu verurteilen ist. Wird der Beschuldigte nach Jugendstrafrecht zur Rechenschaft gezogen, beträgt die Höchststrafe zehn Jahren.

Michael Dick

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