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Knapp 140 Schleuser an sächsischen Grenzen gefasst

Polizeierfolg Knapp 140 Schleuser an sächsischen Grenzen gefasst

Viele verdienen an der Not von Flüchtlingen. Schleuser lassen sich ihre Dienste häufig teuer bezahlen, und mit der Zahl der Menschen, die vor Krieg, Elend oder Armut nach Deutschland fliehen, nimmt auch ihre Zahl zu. Das merkt auch die Bundespolizei an Sachsens Grenzen.

Bundespolizisten kontrollieren an der A 17 einen tschechischen Reisebus. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Der Bundespolizei sind an den sächsischen Grenzen zu Polen und Tschechien in den ersten fünf Monaten des Jahres bereits 138 mutmaßliche Schleuser ins Netz gegangen. Das entspricht knapp 60 Prozent der Fälle des gesamten Vorjahres. Der Schwerpunkt des Menschenschmuggels läuft nach Angaben der Bundespolizeidirektion Pirna über die Grenze zu Tschechien. Allein dort wurden 115 mutmaßliche Schleuser festgestellt. An der polnischen Grenze waren es 23. 
Von den 485 aufgegriffenen geschleusten Menschen kamen 408 über die tschechische Grenze, 77 sollten über Polen ins Land gebracht werden. Die meisten Geschleusten, die über Tschechien einreisen wollten,  stammten aus Serbien, dem Kosovo und Mazedonien. Über Polen kamen auch viele Russen. 

Für den Bereich der Bundespolizeidirektion Pirna gebe es eine deutliche Steigerung bei den illegalen Einreisen, sagte ein Sprecher. „Jedoch nicht vergleichbar mit dem Trend an der deutsch-österreichischen Grenze.“ Dort wurden laut Bundespolizeipräsident Dieter Roman bei den entdeckten illegalen Einreisen schon zur Jahresmitte die Vorjahreszahlen erreicht.

Die sächsische Grenze stehe im internationalen Vergleich der Schleuserrouten quantitativ deutlich hinter der deutsch-österreichischen Grenze zurück, heißt es in Pirna. Dennoch habe der Weg über die Grenzen des Freistaates als sogenannte Ost- oder Balkanroute durchaus für Schleuser Gewicht. Zwar auf insgesamt geringerem Niveau, aber deutlicher als an der tschechischen Grenze nahmen die entdeckten Schleusungen aus Polen zu. Waren es dort im gesamten vergangenen Jahr noch 31 Schleuser, wurden in diesem Jahr allein bis Mai bereits 23 mutmaßliche Menschenschmuggler gestellt. Die Zahl der von ihnen geschleusten Menschen lag Ende Mai schon bei 77, im gesamten Vorjahr waren es nur 16 mehr.

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