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Königin Beatrix besichtigt bei Regen die Frauenkirche - Besuch vor einem Jahr in Dresden

Königin Beatrix besichtigt bei Regen die Frauenkirche - Besuch vor einem Jahr in Dresden

Dresden. „Welkom" und „Hallo Máxima": Königin Beatrix der Niederlande und das Kronprinzenpaar Willem-Alexander und Maximá haben vor gut einem Jahr Dresden besucht.

. Jetzt ist die Königin zurück in MItteldeutschland und besucht Oranienbaum bei Dessau.

Rückblick auf den Besuch in Sachsens Landeshauptstadt: Nach der Ankunft am Vormittag am Flughafen Klotzsche spazierten die Gäste trotz Dauerregen durch die Dresdner Altstadt, über die Brühlsche Terrasse, an der Semperoper vorbei durch den Zwinger zum Residenzschloss. Die 73 Jahre alte Monarchin und Prinzessin Máxima hatten sich in Kaschmir und Wolle gehüllt - aber in hellen Frühlingsfarben. Königin Beatrix' Kopf schützte ein stahlblauer Hut mit Hutnadel zum gleichfarbigen Cape. Auf Máximas blondem Haar saß eine Kappe, mit Metallpailletten besetzt und passend zu puderfarbenem Gehrock und Kleid.

Die Königin hatte auch am dritten Tag ihres Deutschlandsbesuchs Pech mit dem Wetter. Scharfer Wind und Regen ließ der niederländischen Königin am Flughafen keine Zeit für ausgiebiges Händeschütteln. Nach nur fünf Minuten saßen ihre Majestät und das Kronprinzenpaar in der Limousine Richtung Staatskanzlei. Dort zeigten 12- bis 18-jährige Schüler der Bürgerbühne des Staatsschauspiels das extra für die Königin einstudierte Stück „Die Geschichte Sachsen". Königin Beatrix war davon so begeistert, dass sie sich gleich mehrmals mit den Jugendlichen fotografieren ließ. Vorher trug sich die Monarchin in das Gästebuch ein.

Dann ging es auch schon weiter zur Frauenkirche. Dort warten schon viele Menschen, um einen Blick auf ihre Majestät zu erhaschen und empfingen die Gäste mit „Welkom, Koninklijke Hoogheden". Auch Magdalena Lehrmann aus Köln war unter den Schaulustigen. Sie hatte gerade in der DB-Lounge erfahren, dass die Königin heute in Dresden ist. „Warum sind sie nicht an der Frauenkirche", wurde sie verwundert gefragt. Also hat sich die Opernliebhaberin, die schon zum 300. Kurzbesuch in Dresden ist, auf den Weg gemacht.

„Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen", sagte sie. Wie auch Beatrix hat sie damals einen Stifterbrief für die Frauenkirche gespendet. Ursula Spandow reiste extra mit dem Zug aus Pirna an. „Wenn mir Prinz Willem-Alexander die Hand geschüttelt hätte, würde ich sie mir nicht mehr waschen", sagte Spandow. Mehr Glück hatte die Niederländerin Mell Güsbers aus Eindhoven: „Hier in Dresden hatte ich das erste Mal in meinem Leben die Gelegenheit meiner Königin die Hand zu schütteln", sagte Güsbers.

In der Frauenkirche wurden die Königin und das Kronprinzenpaar von Landesbischof Jochen Bohl begrüßt. Sie zündeten Kerzen an und sprachen ein Gebet im Altarraum. Als der Bischof, der Königin den von ihr gestifteten Bogenstein zeigen wollte, sorgte diese für Erheiterung. „Sie können mir ja viel erzählen, aber es ist eine schöne Geschichte", scherzte ihre Majestät. Königin Beatrix hatte 1998 die Patenschaft für den Stein Nr. 33 erworben.

Beim Gang zum „Balkon Europas" hatten Bodygards alle Mühe, den Gästen den Weg zu bahnen. Zahlreiche Touristen und Dresdner wollten den Royals ganz nah sein, riefen „Hallo Máxima" und machten Fotos. Gut beschirmt blickten diese dann von der Brühlschen Terrasse auf die Elbe, Willem-Alexander erkundigte sich nach dem Hochwasserschutz. Von einer Menschentraube gesäumt liefen er und Máxima bestens gelaunt durch die Altstadt, lächelten und winkten den Menschen mehrfach zu. Nach einem Ständchen vom Glockenspiel aus Meissener Porzellan im Zwinger rauschten Königin und Gefolge noch durch die Schatzkammer sächsischer Kurfürsten und Könige, das Historische Grüne Gewölbe.

Die Grüne Technologie und die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens standen dann am Nachmittag im Mittelpunkt. Königin Beatrix, Prinz Willem-Alexander und Máxima besichtigten Europas modernste Solarmodulfertigung beim Photovoltaik-Produzent Solarwatt AG. Bei einem Seminar zu Erneuerbaren Energien auf dem Fraunhofer-Campus wollte der Prinz eine Rede halten. Der 43-Jährige gilt als umweltbewusst und sehr interessiert am Thema. "In Sachsen hat sich ein fruchtbares Innovationsklima für Photovoltaik entwickelt", lobte der Prinz in einwandfreiem Deutsch den Freistaat."

Auf dem Abendprogramm stand noch ein Besuch der Palucca Schule, Deutschlands einziger eigenständiger Hochschule für Tanz. Die Königin wohnte auch einer Trainingseinheit der Mädchen bei. Die 12 bis 13-Jährigen waren entsprechend aufgeregt. "Das war total aufregend", erklärte Schülerin Laura Hirsch im Anschluss. Und auch Pianistin Bettina Müller-Mach war begeistert: "Das ist für mich etwas ganz besonderes. Ich habe noch nie vor einer Königin gespielt.

Dann werden sich die Staatsgäste ins Grandhotel Taschenbergpalais zurückziehen. Dort hatte Beatrix zwischendurch auch ihre Kleidung gewechselt. Statt in blauem Ensemble zeigte sie sich auf der zweiten Hälfte ihres Dresden-Besuchs in einem roten Kleid mit schwarzem Hut. Wenn die Königsfamilie am Freitag weiter nach Nordrhein-Westfalen reist, hat sie ein echtes Stück Sachsen mit „Gekreuzten Schwertern" im Gepäck: eine Konfektschale mit Roter Drache-Dekor für die Königin und ein modernes Espresso-Set für das Kronprinzenpaar - aus Meissener Porzellan.

Katrin Tominski / dpa / fs

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