Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kontroverse um Schulpflicht für erwachsene Flüchtlinge in Sachsen

Vorstoß von Integrationsministerin Köpping Kontroverse um Schulpflicht für erwachsene Flüchtlinge in Sachsen

Das sächsische Kultusministerium hat einer Ausweitung der Schulpflicht auf erwachsene Flüchtlinge eine Absage erteilt. Das Kultusministerium widersprach damit Sachsens SPD-Integrationsministerin Petra Köpping. Diese hatte MDR Aktuell gesagt, sie halte eine Ausweitung der Schulpflicht auf erwachsene Flüchtlinge für sinnvoll.

Das sächsische Kultusministerium hat einer Ausweitung der Schulpflicht auf erwachsene Flüchtlinge eine Absage erteilt. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Das sächsische Kultusministerium hat einer Ausweitung der Schulpflicht auf erwachsene Flüchtlinge eine Absage erteilt. Das Landes-Schulgesetz sehe keine Unterscheidung nach der Herkunft der Schulpflichtigen vor, teilte das Ministerium unter Leitung von Brunhild Kurth (CDU) in einer Stellungnahme mit, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Eine „einseitige Erhöhung der Schulpflicht für einen besonderen Personenkreis wäre mit dieser Regelung nicht vereinbar“, heißt es darin weiter. Zudem würde dadurch der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz infrage gestellt.

Das Kultusministerium widersprach damit Sachsens SPD-Integrationsministerin Petra Köpping. Diese hatte MDR Aktuell am Mittwoch in Reaktion auf einen Vorstoß des Deutschen Städtetags gesagt, sie halte eine Ausweitung der Schulpflicht auf erwachsene Flüchtlinge für sinnvoll. „Ich glaube, dass das eine wichtige Forderung ist, weil gerade Jugendliche bis 25 Jahren die Möglichkeit nutzen sollten, wenn sie hier in Deutschland bleiben, eine Ausbildung zu machen“, sagte Köpping dem Sender.

Laut Köpping prüft die sächsische Landesregierung bereits, wie ein entsprechendes Vorhaben umgesetzt werden könnte. „Wir überlegen gerade, welche Möglichkeiten wir finden können, um jungen Menschen bis 25 eine Ausbildung beziehungsweise einen schulischen Abschluss zu ermöglichen“, sagte sie dem MDR. Der Ministerin zufolge wären von einer Ausweitung der Schulpflicht im Freistaat 3.500 bis 5.000 junge Menschen betroffen. Sie pflichtmäßig zu beschulen, würde demnach vier bis sechs Millionen Euro kosten.

LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr