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Kriegsgräberfürsorge in Sachsen wünscht sich mehr Beachtung in Schulen

Kriegsgräberfürsorge in Sachsen wünscht sich mehr Beachtung in Schulen

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wünscht sich mehr Beachtung für sein Anliegen in sächsischen Schulen. Bislang sei das Angebot in den Lehrplänen zu beliebig, sagte der stellvertretende Vorsitzende Holger Hase am Montag in Dresden.

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Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wünscht sich mehr Beachtung für sein Anliegen in sächsischen Schulen.

Quelle: dpa

Dresden. Er verwies auf Brandenburg, wo Gedenkstättenlehrer gängige Praxis seien. In Sachsen gibt es erst einen. Hase sieht den Friedhof auch als „historischen Lernort".

Es stelle sich die Frage, wie die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge in Zukunft finanziert werden soll - dann, wenn die Augenzeugen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr da sind. Die individuelle Betroffenheit gehe zurück, es gebe aber eine gesellschaftliche Relevanz für das Thema.

An diesem Dienstag begeht der Volksbund in Sachsen das 20-jährige Bestehen. Er ist für deutsche Soldatengräber im Ausland zuständig und berät Gemeinden hierzulande bei der Pflege ihrer Grabanlagen. In Sachsen kamen 2010 durch Spenden und Mitgliedsbeiträge 420 000 Euro zusammen. Die Sachsen sind im Ausland für die Betreuung von zwei Soldatenfriedhöfen zuständig: Nadolice Wielkie bei Wroclaw (Breslau) und Schatkowo in Weißrussland. Außerdem richten sie regelmäßig Camps aus, bei denen junge Leute aus mehreren Ländern sich um Soldatengräber kümmern. Meist geht es um Gemeinschaftsanlagen. „Es ist uns finanziell nicht mehr möglich, jedem Soldaten ein eigenes Kreuz zu bauen", sagte Vorsitzender Dieter Landgraf-Dietz.

Rechtsextremisten sollen im Volksbund keine Plattform für ihre Ideologie finden. Wer sich dazu bekenne, werde gar nicht erst aufgenommen oder wieder ausgeschlossen, hieß es. In Sachsen habe es aber noch keinen derartigen Fall gegeben. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat im Freistaat nach eigenen Angaben 4600 Mitglieder.

dpa

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