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Kultusminister Wöller sieht Schulen gut vorbereitet - Opposition widerspricht

Kultusminister Wöller sieht Schulen gut vorbereitet - Opposition widerspricht

Dresden. Rund 440.000 Mädchen und Jungen in Sachsen starten an diesem Montag in das neue Schuljahr. Darunter sind 32.800 ABC-Schützen, für die bereits am Samstag der Ernst des Lebens beginnt.

Kultusminister Roland Wöller (CDU) sieht die Schulen gut positioniert. „Die Lehrer sind vorbereitet, die Unterrichtsversorgung ist gewährleistet“, sagte der Minister am Donnerstag in Dresden. Wöller appellierte zugleich an die Eltern, sich mehr für die Belange ihres Nachwuchses zu interessieren. „Gute Schule ist nicht nur guter Unterricht.“ Die Schule sei kein Reparaturbetrieb und könne nicht alles.

„Es gibt einen klaren pädagogischen Kurs, bewährte Strukturen werden beibehalten“, betonte der Minister und verwies auf das gute Abschneiden des Freistaates bei der jüngsten Erhebung des „Bildungsmonitors 2011“. Sachsen hatte beim Vergleich der Bundesländer seinen Spitzenplatz verteidigt. „Die Qualität von Schule und Unterricht wird weiter im Mittelpunkt stehen“, sagte der Minister.

Gerade aus diesem Grund gibt es mit dem neuen Schuljahr auch einige Veränderungen. Neben der geänderten Schulordnung für die Mittelschulen - vorgesehen sind eine systematische Bildungsberatung und eine bessere Berufs- und Studienorientierung - beginnt an der Hälfte aller Mittelschulen und Gymnasien das Projekt „Qualitätsmanagement“. Dabei nehmen Lehrer den Unterricht ihrer Kollegen unter die Lupe. Dafür stehen in den nächsten drei Jahren 38 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld kommt von der EU. 77 Pädagogen wurden zusätzlich eingestellt, damit die Supervision an den Schulen laufen kann.

Die Opposition meldete sich umgehend mit Kritik: Das zusätzliche Geld wäre besser im Unterricht eingesetzt, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Eva-Maria Stange. Die Grünen lobten zwar das Vorhaben. „Angesichts des sich abzeichnenden Lehrermangels an unseren Schulen steht das Projekt jedoch unter keinem guten Stern“, so die Grünen-Bildungsexpertin Annekathrin Giegengack. In den kommenden Jahren werde es leider vordringlich darum gehen, ob der Unterricht überhaupt abgesichert werden könne - und weniger um das Wie. Cornelia Falken von der Linksfraktion empörte sich unter anderem über den Umstand, dass weiter Lehrer an andere Schulen abgeordnet werden müssen, um dort den Unterricht abzusichern.

Auch Wöller ging auf den sich abzeichnenden Lehrermangel ein. Vor allem an Grundschulen, Mittelschulen und Förderschulen fehlten in absehbarer Zeit Pädagogen, verdeutlichte er nochmals. Studenten, die sich für die Richtungen Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen entschieden, hätten nahezu eine Übernahmegarantie in den Schuldienst. In diesem Jahr wurden laut Wöller 632 neue Lehrer eingestellt, die meisten an den Grundschulen. Etwa 1500 Lehrer schieden aus dem Berufsleben aus, ein Großteil von ihnen war angesichts von Altersteilzeit aber schon nicht mehr aktiv.

Der Sächsische Lehrerverband berichtete, dass die Planung von Lehrereinsatz und Unterricht derzeit schwieriger als je zuvor sei. Massiver Lehrermangel sei bereits Realität, Reserven für Vertretungen gebe es kaum, so Landesvorsitzender Jens Weichelt.

dpa

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