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Kuriose Namen im Zoo Dresden: Von den beiden Hugos über Yehudi bis hin zum Pinguin Oma

Kuriose Namen im Zoo Dresden: Von den beiden Hugos über Yehudi bis hin zum Pinguin Oma

Nicht jeder hat einen und ob jene, die einen besitzen, damit zufrieden sind, weiß auch keiner so recht. Die Rede ist von den (Spitz-)Namen, die die Pfleger ihren Tieren verpassen.

Dresden. Nehmen wir beispielsweise "Yehudi": Der Antilopenbulle ist nach dem berühmten amerikanischen Dirigenten Yehudi Menuhin benannt worden. Den im vergangenen Jahr geborenen Mandrill namens "Obama" mussten die Pfleger nach Protesten umbenennen. Jetzt heißt er ganz unverfänglich "Okeke".

Natürlich verpassen die Pfleger ihren Tieren nicht nur nach Lust und Laune Namen, sondern halten sich an einige Vorgaben. Der Übersichtlichkeit wegen fangen alle in einem Jahr geborenen Geschöpfe mit ein und demselben Buchstaben an. 2010 ist das "P" dran. Das kleine Rote Riesenkänguru hört daher auf den Namen "Pia". Freilich gibt es auch eine ganze Reihe Ausnahmen. Beispielsweise hat man sich darauf geeinigt, dass alle in Dresden geborenen Orang Utans mit dem Buchstaben "D" beginnen. Und so heißen sie denn Daisy, Dunja, Djudi, Djaka, Duran und Dodi. Dass der Spitzname "Dodi" aber mit Dodi Al Fayed, dem verstorbenen Lebensgefährten von Prinzessin Diana, etwas zu tun haben könnte, bestreitet Pflegerin Sylvia Pohle. Manche Tiere heißen auch einfach nach dem Zoo, aus dem sie stammen. Das im Kölner Zoo geborene Vicugna aus der Familie der Kamele wird schlicht "Kölli" genannt, das aus Hannover stammende "Hanni".

"Bei einigen Tieren wissen wir nicht, wie sie zu ihren Namen kamen", meint Biologe Matthias Hendel. Das betrifft die beiden etwa 120 Jahre alten Riesenschildkröten "Hugo I" und "Hugo II", die seit 1971 bzw. '74 in Dresden sind. Warum das Krokodil Max heißt, weiß auch keiner. Fest steht, dass es 1956 aus Berlin kam und seinen Namen damals schon hatte. Ein Kapitel für sich sind die besonderen Tierpersönlichkeiten wie beispielsweise die im Februar eingeschläferte "Schöpfi", die nach Dresdens berühmtem ersten Zoodirektor Albin Schöpf benannt wurde. Zu vielen Namensgebungen gibt es eine kleine Geschichte zu erzählen. "Indo" (1970-1999) und "Nesia" (1970-2008), die beiden Schabrackentapire, verdanken ihre Namen dem Land, aus dem sie stammen. Zusammen waren sie "Indonesia". Der uralte Marabu "Fine" hatte bis 1975 einen Partner namens "Josef". Der Kuttengeier ähnelte in seiner Kindheit der Weihnachtsgans Auguste. "Wir haben ihn deshalb ,Guste' getauft, obwohl er ein Mann ist", meint Angelika Hoffmann, die Chefin des Vogelreviers, schmunzelnd.

Zahllose Tiere haben allerdings gar keinen Namen abbekommen - wie die Flamingos oder auch die Pinguine. "Nur unser ältester Pinguin hat einen, wir nennen ihn Oma", sagt Hendel.

Katrin Richter

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