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Lange Verfahrensdauer: Vergewaltiger erzwingt verkürzte Haftstrafe

Lange Verfahrensdauer: Vergewaltiger erzwingt verkürzte Haftstrafe

Mehr als drei Jahre nach dem brutalen Tod einer jungen Frau in Erfurt hat einer ihrer Peiniger eine kürzere Haft erzwungen. Das Landgericht Erfurt verurteilte den inzwischen 19- Jährigen am Dienstag in einem zweiten Revisionsprozess zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis.

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Mehr als drei Jahre nach dem brutalen Tod einer jungen Frau in Erfurt hat einer ihrer Peiniger eine kürzere Haft erzwungen. Das Landgericht Erfurt verurteilte den inzwischen 19- Jährigen in einem zweiten Revisionsprozess acht Jahren und neun Monaten.

Quelle: André Kempner

Erfurt. Die Richter begründeten die um ein Vierteljahr verkürzte Haft mit der langen Verfahrensdauer.

Der Angeklagte war zuletzt vom Erfurter Landgericht zu neun Jahren Jugendstrafe wegen Vergewaltigung mit Todesfolge verurteilt worden, hatte aber auch dieses Urteil erfolgreich angefochten. Daraufhin wurde hinter verschlossenen Türen noch einmal das Strafmaß geprüft.

Im November 2006 hatte der damals 16 Jahre alte Angeklagte und ein Mittäter eine 25-Jährige stundenlang misshandelt, geprügelt und vergewaltigt. Ihre Leiche legte der 30 Jahre alte Komplize dann in einen Liegestuhl in einem Hinterhof ab.

In einem ersten Prozess waren beide Männer wegen Mordes verurteilt worden. Der Vorsitzende Richter hatte damals von einer „Gewaltorgie“ gesprochen.

Der Ältere wurde rechtskräftig zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, der heute 19-Jährige zu neun Jahren und neun Monaten. Das Verfahren gegen den Jüngeren hatte ein zweites Mal aufgerollt werden müssen, weil die Mutter des Jugendlichen keine Gelegenheit zu einem Schlusswort erhalten hatte.

In dem dann folgenden Prozess hatten die Richter strafverschärfend gewertet, dass der Angeklagte sich uneinsichtig zeigte und jedwede Verantwortung für den Tod der 25-Jährigen zurückgewiesen hatte.

dpa

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