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Legendärer britischer Flucht-Segelflieger hebt in Colditz ab - als Nachbau

Legendärer britischer Flucht-Segelflieger hebt in Colditz ab - als Nachbau

Mehr als 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs soll der legendäre „Colditz-Gleiter“, ein selbst gebauter Flucht-Segelflieger britischer Offiziere, doch noch abheben.

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Mehr als 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs soll der legendäre „Colditz-Gleiter“, ein selbst gebauter Flucht-Segelflieger britischer Offiziere, doch noch abheben.

Quelle: dpa

Colditz. Eine britische Filmproduktionsfirma fertige seit Dienstag im Schloss Colditz einen Nachbau des „Colditz-Gleiters“ an, teilte die sächsische Schlösserverwaltung mit. Der Flieger soll nächste Woche fertig sein und je nach Wetterlage zwischen dem 16. und 18. März tatsächlich starten.

Mit dem „Colditz-Gleiter“, heimlich gebaut aus Möbelresten, Bettlaken und gekappten Elektrodrähten, wollten britische Offiziere einst aus Colditz fliehen. Das Schloss war ein Gefangenenlager. Der Gleiter hob aber nie ab; Schloss Colditz wurde zuvor von den Amerikanern befreit. Nach Kriegsende verschwand das selbst gebaute Flugzeug spurlos. Nur ein altes Foto existierte noch.

Die britische Filmproduktionsfirma dreht eine wissenschaftliche Dokumentation über die Fluchtversuche aus Schloss Colditz. Mehr als 300 davon sind dokumentiert, obwohl das Schloss eigentlich als besonders ausbruchssicher galt. Die geplante Flucht mit dem „Colditz-Gleiter“ gehört zu den spektakulärsten. Ihre Geschichte ist in Großbritannien aus Büchern und Filmen bestens bekannt. Viele englischsprachige Touristen besuchen deswegen noch heute „Colditz Castle“.

Das Schloss sollte eigentlich längst im Besitz eines Nachbaus des Gleiters sein. In der Flugwelt Altenburg fertigten Konstrukteure und Bastler voriges Jahr einen „Colditz-Gleiter“. Der kam aber entgegen aller Pläne nie nach Colditz, sondern landete als Dauerleihgabe in einem Militärhistorischen Museum. Sollte der „Colditz-Gleiter“ der Briten seinen Erstflug über die Mulde nächste Woche überstehen, werde er aber im Schloss bleiben, hieß es.

dpa

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