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Lehrer bleiben hart - Teilzeit wird nicht verhandelt

Lehrer bleiben hart - Teilzeit wird nicht verhandelt

Dresden. Zum zweiten Mal binnen 24 Stunden haben in Dresden Lehrer gegen die Personalpolitik der Regierung protestiert. Vertreter von Gewerkschaften und Verbänden lehnten die Pläne der CDU/FDP-Koalition ab, die Teilzeitregelung für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien zu verlängern.

Vor dem Landtag versammelten sich am Dienstag rund 700 Demonstranten, während im Parlament über die Tarifpolitik debattiert wurde.

Die Regierung sieht angesichts knapper Kassen und wegen des Bedarfs an jungen Lehrern keine Alternative zur Fortschreibung der Teilzeit, sagte Kultusminister Roland Wöller (CDU). „Wir wollen keine Konfrontation. Ein Lösung kann nur am Verhandlungstisch gefunden werden.“ Ähnlich äußerte sich Finanzminister Georg Unland (CDU). Er werde nach Ostern erneut auf die Lehrervertretungen zugehen. Bis dahin sollten Vorschläge für eine Altersteilzeitregelung geprüft werden, die der Lehrerverband vorgelegt hatte.

Die Chefin der Lehrergewerkschaft GEW, Sabine Gerold, forderte die Pädagogen auf, jetzt auf die Landtagsabgeordneten zuzugehen. „Heute beginnt die Auseinandersetzung mit den Abgeordneten in den Wahlkreisen.“ Diese seien es, die am Jahresende über den Haushalt mit der Stellenzahl für Lehrer abstimmten.

Der Schulexperte der CDU-Fraktion, Thomas Colditz, drängte die Regierung zum Einlenken. „Ihnen wurden Versprechungen gemacht, die nicht eingehalten wurden“, sagte er den demonstrierenden Lehrern - denn bei Abschluss des Tarifvertrages 2005 war eine Rückkehr zur regulären Arbeitszeit im kommenden Schuljahr zugesichert worden. „Die Fraktionen von CDU und FDP werden bei Verhandlungen darauf achten, dass sich die Regierung kompromissbereit zeigt.“

Nach Berechnung der Regierung hat Sachsen 2000 Lehrerstellen zu viel, wenn die Teilzeit nicht weiterläuft. Die Kosten würden sich bis 2014 auf 380 Millionen Euro summieren. Von den Plänen sind rund 14 000 Lehrer betroffen, etwa die Hälfte will allerdings weiter verkürzt arbeiten. Wenn es keine Einigung mit den Lehrerverbänden gibt, will die Regierung Änderungskündigungen aussprechen.

dpa

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