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Leipziger Neuseenland fehlt Geld für wichtige Projekte - Schleusen und Kanäle auf Prüfstand

Leipziger Neuseenland fehlt Geld für wichtige Projekte - Schleusen und Kanäle auf Prüfstand

Leipzig. Die Entwicklung des Leipziger Neuseenlandes rund um die ehemaligen Tagebaue droht wegen Geldmangels ins Stocken zu geraten. Das Geld, das der Freistaat Sachsen in den kommenden fünf Jahren in die Braunkohlesanierung stecken wolle, reiche nicht zur Finanzierung wichtiger Schlüsselprojekte, sagte der Leipziger Landrat Gerhard Gey (CDU) am Montag.

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Auch der Cospudener See gehört zur Neuseenlandschaft.

Quelle: André Kempner

Die CDU/FDP-Regierung hat sich laut Gey bei ihrer Haushaltsklausur darauf verständigt, im Rahmen des fünften Bund-Länder-Verwaltungsabkommens 40 Millionen Euro an sogenannten Paragraf-Vier-Mitteln zur Verfügung zu stellen - je 20 Millionen für die Lausitz und Westsachsen. Das ist deutlich weniger, als von den Seenplanern erhofft. In der Region Leipzig würden mindestens 27 Millionen Euro benötigt, sagte Gey.

„Damit wollen wir uns keine goldenen Türklinken hinhängen, sondern die Schlüsselmaßnahmen umsetzen, sonst wird der Gewässerverbund nicht funktionieren“, sagte Gey. Für mehrere geplante Schleusen und Kanäle zwischen den neu entstandenen Seen stehe nun die Finanzierung infrage. Gey hofft, bis zur Abstimmung des Landtages über den Doppelhaushalt 2013/14 noch Verbesserungen erreichen zu können.

Zur weiteren Gestaltung des Leipziger Neuseenlandes wollen die Planer eine eigene „Charta 2030“ verabschieden. Darin sollen die Grundsätze für die Entwicklung der neuen Landschaft festgehalten werden - von einer naturnahen Nutzung der Gewässer bis hin zu Freizeitangeboten und der Ansiedlung von Unternehmen an den Seen. Die Charta solle eine freiwillige Selbstverpflichtung aller Beteiligten werden. Über die Inhalte können Bürger im Internet mitdiskutieren unter www.charta-leipziger-neuseenland.de.

dpa

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