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Leipziger Verlag verbreitet „Mein Kampf“ als unkommentierte Fassung im Netz

Ermittlungen Leipziger Verlag verbreitet „Mein Kampf“ als unkommentierte Fassung im Netz

Für 30 Euro bietet ein Leipziger Verlag eine unkommentierte Ausgabe von Hitlers "Mein Kampf" im Internet an. Dagegen ermitteln inzwischen zwei Staatsanwaltschaften – bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

Ende 2015 lief die Urheberrechtsfrist für Hitlers "Mein Kampf" aus. 

Quelle: dpa

Leipzig. Adolf Hitlers Propagandawerk „Mein Kampf“ ist wieder im Handel. Der Leipziger Kleinverlag „Der Schelm“ bietet den Reprint einer Ausgabe aus dem Jahr 1943 zum Preis von 30 Euro auf seiner Internetseite an. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in einer am Samstag verbreiteten Vorabmeldung. Anders als in der Edition des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, die im Januar vorgestellt und zum Bestseller wurde, fehlt in der Leipziger Ausgabe jeder kritische Kommentar.

Schelm-Verleger Adrian Preißinger, ein verurteilter Rechtsextremist, hatte das Projekt im Frühjahr angekündigt, seither ermittelt die Leipziger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung – bislang ohne Ergebnis. Das Buch kann weiterhin bestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Bamberg war zielstrebiger: Das Amtsgericht Forchheim verurteilte Ende Oktober eine Online-Buchhändlerin aus Oberfranken, die einen „Mein Kampf“-Nachdruck angeboten hatte, zu einer Geldstrafe von 4000 Euro. Die Staatsanwaltschaft legte inzwischen Berufung ein, sie fordert eine Bewährungsstrafe.

"Mein Kampf" im Online-Shop des Leipziger Verlags Der Schelm.

Quelle: Screenshot

Die im Netz angebotene Fassung wird vom Verlag als „wissenschaftlicher Quellentext“ gepriesen. Das Vorwort für den Reprint schrieb der australische Holocaust-Leugner Fredrick Töben. Die Konferenz der Landesjustizminister hatte vor zwei Jahren beschlossen, dass neue Ausgaben von „Mein Kampf“ nach Ablauf der Urheberrechtsfrist Ende 2015 nur in kritisch kommentierter Form veröffentlicht werden dürfen. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) gab das kommentierte Buch Anfang des Jahres auch für den Schulunterricht frei.

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