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Letzter Widder erschossen - Mufflons in der Dresdner Heide ausgestorben

Letzter Widder erschossen - Mufflons in der Dresdner Heide ausgestorben

Das letzte große Mufflon in der Dresdner Heide ist tot. Die angesiedelte Tierart ist somit in dem Dresdner Waldgebiet ausgestorben. Bereits im Januar wurde das männliche Wildschaf von einem Jäger erschossen, wie Markus Biernath, Leiter des Forstbezirkes Dresden, gegenüber DNN-Online bestätigt.

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Ein ausgestopftes Mufflon: In der Dresdner Heide wurde das letzte Tier erschossen.

Quelle: André Kempner

Dresden. „Wir haben die Mufflons bewusst ausgeschossen“, so der Forstexperte im Interview.

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Dresden. Das letzte große Mufflon in der Dresdner Heide ist tot. Die angesiedelte Tierart ist somit in dem Dresdner Waldgebiet ausgestorben. Bereits im Januar wurde das männliche Wildschaf von einem Jäger erschossen, wie Markus Biernath, Leiter des Forstbezirkes Dresden, gegenüber DNN-Online bestätigt. „Wir haben die Mufflons bewusst ausgeschossen“, so der Forstexperte im Interview.

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In der Dresdner Heide lebten die Tiere seit Mitte 70er Jahre, wo sie ursprünglich im Langebrücker Saugarten ausgewildert wurden. „Die Population lag in den Jahren durchschnittlich bei rund 30 Tieren“, berichtet Biernath über die aus dem Mittelmeerraum stammenden Schafe, die dort überwiegend auf felsigen Untergrund in den Bergen leben.

Aus Sicht der Förster fehlen die Wildschafe nicht, schont ihr Verlust doch die Bäume, deren junge Pflanzlinge sie gerne anfressen. „Unser Forstplan sieht auch nur den Bestand von Rothwild in den Wäldern vor“, erläutert Biernath weiter. Jäger von Trophäen müssen fortan in anderen Teilen Sachsens auf die Mufflon-Suche gehen. Die bräunlichen Herdentiere leben vor allem entlang der Mittelgebirge vom Vogtland über das Erzgebirge und das Erzgebirgsvorland bis in die Sächsische Schweiz und das Oberlausitzer Bergland. Hier nimmt die Population insgesamt zu.

„In den Königshainer Bergen und der Lausitz hat das Mufflon einen neuen natürlichen Feind“, erzählt Biernath vom Wolf, der den Vorteil ausnutzt, dass die Tiere in ihrem unnatürlichen Lebensraum kaum Fluchtmöglichkeiten haben. Der Untergrund in den Wäldern stelle einige der Tiere auch vor gesundheitliche Probleme. „In ihrer natürlichen Umgebung laufen sie sich ihre nachwachsenden Klauen auf dem rauen Untergrund ab“, so Biernath. Auf dem weichen Waldboden fehle den Tieren die natürliche Fußpflege und Entzündungen seien die Folge.

Hanspeter Mayr, Mitarbeiter des Nationalparks Sächsische Schweiz, geht davon aus, das im Gebiet des Parks nur wenige Mufflons leben. Allerdings wurden die Tiere dort in der Vergangenheit bis in Höhen von über 560 Metern beobachtet. „Sie wurden geholt, damit Jäger sie als Trophäe erlegen konnten. Letztlich ist das Mufflon eine gebietsfremde Tierart, die bei uns nicht gesondert unter Beobachtung steht.“, so Mayr. Die Ansiedlung der Tiere würde man heute so nicht mehr durchführen, ist er überzeugt.

Eine Rückkehr der Mufflons in die Dresdner Heide schließt auch Biernath aus. „Der Wald liegt isoliert von anderen Gebieten. Da wird es keine Wanderungen geben.“

Dominik Brüggemann

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