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Lotsen erscheinen im Tower - Flugverkehr in Leipzig und Dresden nach Plan

Lotsen erscheinen im Tower - Flugverkehr in Leipzig und Dresden nach Plan

Frankfurt/Leipzig/Dresden. Nach der Absage des Streiks der Fluglotsen ist der Flugverkehr in Sachsen am Dienstag normal gelaufen.

„Die Flieger starten nach Plan“, sagte Evelyn Schuster, Sprecherin des Flughafens Leipzig/Halle. Eine Maschine ins bulgarische Burgas war am frühen Morgen um etwa eine Stunde vorgezogen worden. In Dresden gab es laut Flughafensprecherin Petra Siebert keine Beeinträchtigungen.

Der ursprünglich von 6 bis 12 Uhr geplante Ausstand der Fluglotsen wurde in der Nacht zum Dienstag durch einen Schlichteranruf der Deutschen Flugsicherung abgewendet. Die Schlichtungsverhandlungen könnten etwa drei bis vier Wochen dauern. Währenddessen herrscht Friedenspflicht: Es könnte erst in mehreren Wochen gestreikt werden, also außerhalb der Haupturlaubszeit.

In Leipzig wären von dem Streik 29 Starts und Landungen betroffen gewesen. In Dresden hätten 31 Maschinen Verspätungen gedroht - vor allem Ferienfliegern aus und nach Bulgarien, in die Türkei oder in Richtung Spanien.

Nur vereinzelt müssen sich Reisende am Dienstag auf Probleme im Flugverkehr einstellen. Am größten Flughafen in Frankfurt kam es zu kleineren Behinderungen. Aus Hamburg, Hannover, Bremen und Köln-Bonn wurden keine Einschränkungen gemeldet.

Erst kurz nach Mitternacht war klar, dass der Streik wie schon am vergangenen Donnerstag ausfällt. Zunächst hatte der Arbeitgeber, die Deutsche Flugsicherung (DFS), mit einem gerichtlichen Verbot des Arbeitskampfes keinen Erfolg - sie unterlag in zwei Instanzen. Dann entschied die DFS, die Schlichtung in dem Tarifstreit anzurufen und die Reisenden zu schonen.

Wie ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport berichtete, sei am Morgen alles „fast normal, abgesehen von einigen Ausreißern“. Bei den „Ausreißern“ handele es sich um 30 bis 40 Flüge, die am Montag von den Fluggesellschaften vor oder nach die angekündigte Streikzeit verlegt worden seien.

„Bei uns läuft alles weitgehend nach Plan“, sagte ein Flughafensprecher in München. Lediglich ein Dutzend Maschinen vor allem aus Übersee seien von der Streikankündigung betroffen und würden nun mit Verspätungen in München landen. „Nach den überraschenden Entwicklungen gestern Nacht sind alle Flugplanänderungen wieder rückgängig gemacht worden“, sagte der Airport-Sprecher. Die Lufthansa kündigte an, im Falle von finanziellen Einbußen Ansprüche auf Schadenersatz zu prüfen.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GDF) ließ mitteilen, sie hätte den Schlichteranruf früher erwartet. „Wir sind davon ausgegangen, dass die DFS schon nach der ersten Instanz diese Karte hätte ziehen müssen, um Schaden abzuwenden“, sagte Gewerkschaftssprecher Markus Siebers.

„Wir hoffen, dass wir in der Schlichtung durchkommen, da haben wir zumindest einen neutralen Dritten dabei“, sagte Siebers. Ein Termin für die Schlichtung steht noch nicht fest. Siebers geht davon aus, dass das Verfahren in drei bis vier Wochen durch ist. Bei einem Scheitern der Schlichtung seien erneute Streikpläne grundsätzlich möglich. Als Schlichter steht bereits der von den Arbeitgebern benannte Münchner Arbeitsrechtler Volker Rieble fest.

Die kleine Gewerkschaft verlangt neben 6,5 Prozent mehr Gehalt auch mehr Einfluss auf Stellenbesetzungen und Arbeitsbedingungen der mehr als 5000 Tarifbeschäftigten bei der Flugsicherung. Rund 1900 von ihnen sind Fluglotsen.

dpa

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