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Mahlzeit! Aber schnabelgerecht - Vögel im Winter richtig füttern

Mahlzeit! Aber schnabelgerecht - Vögel im Winter richtig füttern

Viele Menschen wollen den Tieren im Winter etwas Gutes tun. In den Gärten sieht man Vogelhäuschen, Meisenknödel oder Futtertöpfe. Doch wenn schon gefüttert wird, dann auch am richtigen Ort und mit geeignetem Futter.

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Stare und Amseln mit ihren langen spitzen Schnäbeln fressen vor allem Beeren und Insekten.

Quelle: Ronald Wittek

Leipzig. Unsachgemäße Fütterung schadet mehr als gar keine.

Singvögel werden in zwei Gruppen eingeteilt: die Körner- und die Weichfutterfresser. Zu den Körnerfresser gehören Meise, Fink, Sperling, Kernbeißer oder Dompfaff. Zu den Weichfutterfressern zählen Amsel, Drossel, Star, Rotkehlchen, Baumläufer, Heckenbraunelle, Wintergoldhähnchen oder der kleine Zaunkönig. Kleiber, Specht und Zeisig fressen ebenfalls Körner, nehmen aber auch Weichfutter an und können deshalb ein breiteres Nahrungsangebot nutzen. Beiden Gruppen gemeinsam ist ihre Vorliebe für sogenanntes Fettfutter.

Die Körnerfresser haben einen kurzen, dicken, kräftigen Schnabel. Sie ernähren sich von Samen, deren Schale sie aufbrechen. Für sie eignen sich Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mohn, Leinsamen, Rübsamen, Buchweizen, Haferflocken oder zerkleinerte Erdnüsse. Das Futter kann man selbst zusammenstellen oder in Zoohandlungen oder Supermärkten fertig kaufen. Besonders Kindern macht es Spaß, Futtertöpfe selbst herzustellen. Dazu braucht man einen Blumentopf, in dessen Bodenloch ein Stab gesteckt wird. Danach wird der Topf mit einem Gemisch aus heißem Fett und Futterkörnern gefüllt. Ist das Gemisch erkaltet, wird die Futterglocke mit der Öffnung nach unten aufgehängt.

Weichfutterfresser haben spitze, zierliche Schnäbel, mit denen sie ihre Nahrung am Boden suchen. Sie mögen tierische Kost und sind ansonsten auf Beeren und Obst spezialisiert. In erster Linie sind dies Holunderbeeren, Beeren der Eberesche (Vogelbeeren), des Ligusters, des wilden Weins und des Weißdorns, die leicht im Herbst gesammelt und getrocknet werden können, jedoch auch in Fachgeschäften angeboten werden. Auch Eicheln und getrocknete Insektenlarven sind geeignet. Beim Auslegen von klein geschnittenem Obst ist Vorsicht geboten. Es kann schnell gefrieren und verderben. Besser ist es, getrocknetes Obst oder frische, ganze Äpfel oder Birnen anzubieten, aus denen sich die Vögel Stückchen herauspicken können.

Den Beerenfressern kann man am Boden unter einem Baum oder Gebüsch eine überdachte Futterstelle einrichten, die wind- und schneegeschützt ist, ihnen aber auch freien Ausblick nach allen Seiten zur Absicherung gegen Feinde ermöglicht. Besser noch ist ein Futterhäuschen, das frei an einem Ast hängt.

Die beste Hilfe für Vögel ist jedoch der naturnahe Garten. Mehr als 60 Vogelarten sowie Säugetiere und Insekten ernähren sich allein von den Früchten von Holunder und Eberesche. Gärtner sollten ihre Grundstücke im Herbst daher nicht völlig ausräumen, sondern hohle Stängel, Blütenreste und Fruchtstände stehen lassen. In den abgestorbenen Pflanzenteilen sowie in aufgeschichtetem Reisig, in Holzstapeln und im Komposthaufen überwintern zahlreiche Insekten - Nahrung für die einheimischen Singvögel.

www.tierschutzbund.de, www.nabu.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013

Kerstin Decker

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