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Massenschlägerei nach Diskobesuch in Halle - Beteiligte gegenüber Polizei "wenig kooperativ"

Massenschlägerei nach Diskobesuch in Halle - Beteiligte gegenüber Polizei "wenig kooperativ"

Nach einer Massenschlägerei am Wochenende in Halle will die Polizei heute erste Zeugen vernehmen. Zu den Motiven und Hintergründen der Auseinandersetzung gab es zunächst keine Informationen.

Halle. „Wir warten die Ermittlungen ab. Bei 40 beteiligten Personen werden die Befragungen einige Zeit dauern“, sagte Polizeisprecher Siegfried Koch am Montag in Halle. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs.

Am frühen Sonntagmorgen hatten sich 40 Personen verschiedener Nationalitäten in der Innenstadt am Friedemann-Bach-Platz eine Schlägerei geliefert. "Eine Gruppe von fünf bis zehn Hallensern war nach dem Besuch im Studentenclub Turm auf eine Gruppe von Personen aus mehreren Nationalitäten getroffen", berichtete Koch. Dabei gingen sie gegen 2.40 Uhr laut Polizei unter anderem mit Flaschen, Stöcken, Gullideckeln und Messern aufeinander los. Einem Großaufgebot an Beamten sei es gelungen die Gruppen zu trennen. Anschließend wurden die Personalien der Schläger aufgenommen. Festgenommen worden sei laut Polizei niemand.

Vier Menschen wurden unweit der Moritzburg verletzt. Ein 22-jähriger gebürtiger Syrer kam mit schweren Schnitt- und Stichverletzungen ins Krankenhaus und musste dort notoperiert werden. Er befindet sich den Angaben zufolge weiter auf der Intensivstation und ist nicht vernehmungsfähig.

Neben dem 22-Jährigen mussten auch drei Hallenser im Alter von 22 und 32 Jahren in der Klinik behandelt werden, konnten inzwischen aber wieder entlassen werden. Zudem sei ein Polizist von einem Stein getroffen worden, musste aber laut Koch nicht versorgt werden.

Erste Befragungen hätten sich als schwierig gestaltet. "Die Beteiligten sind gegenüber der Polizei nicht sehr kooperativ", so Koch. Deshalb lasse sich auch noch nicht sagen, ob eine Spur nach Leipzig führe. In der Messestadt hatte der sogenannte Diskokrieg im März 2008 für Aufsehen gesorgt.

Damals war bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Türstehern und einer Gruppe von Südosteuropäern vor zwei Diskotheken ein 28-Jähriger erschossen und ein 37-Jähriger schwer verletzt worden. Der Mord an dem Russlanddeutschen ist bis heute nicht aufgeklärt.

Matthias Roth

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