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Mauerfall am 9. November 89: Die Mehrheit der Deutschen weiß Bescheid

Ein Viertel kennt Datum nicht Mauerfall am 9. November 89: Die Mehrheit der Deutschen weiß Bescheid

Für Viele war die Wiedervereinigung ein einschneidendes Erlebnis. Doch laut einer Umfrage wissen etwa 25 Prozent der Deutschen nicht, wann die Mauer fiel. Im Westen wissen offenbar mehr Bürger Bescheid als im Osten.

Der Mauerfall 1989 hat viele Leben in der DDR und der BRD verändert. Doch heute kennen nicht mehr alle das Datum. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Rund ein Viertel der Deutschen weiß laut einer repräsentativen Umfrage nicht, dass am 9. November 1989 die Mauer fiel. 71 Prozent der Befragten ordneten das historische Datum aber richtig zu, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Laut Umfrage verbanden im Westen 72 Prozent der Befragten das Datum mit dem Mauerfall, im Osten waren es hingegen 67 Prozent. In der Altersgruppe von 50 bis 59 Jahren war das geschichtliche Wissen am größten. Emnid befragte zwischen dem 25. bis 27. Oktober bundesweit 1009 Personen.

70 Prozent der Befragten befürworteten die Ansicht, dass die friedliche Revolution ein Glücksfall gewesen sei. 22 Prozent stimmten dem eher nicht oder gar nicht zu. Dabei waren Vorbehalte und Ablehnung im Westen (23 Prozent) größer als in den östlichen Bundesländern (16 Prozent). Insgesamt acht Prozent der Befragten hatten keine Meinung oder machten keine Angaben.

Die Geschäftsführerin der Stiftung, Anna Kaminsky, sagte der Deutschen Presse-Agentur, kein anderes Datum der deutschen Geschichte sei so stark mit historischen Ereignissen aufgeladen wie der 9. November. An dem Tag hatten 1938 die Nationalsozialisten Hunderte Synagogen in ganz Deutschland in Brand gesteckt und Tausende jüdische Geschäfte zerstört. Die Pogromnacht gilt als Auftakt zur systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.

Dass eine Mehrheit der Deutschen die friedlichen Revolution als positives Ereignis sieht, sei erfreulich, sagte Kaminsky. „Das zeigt nicht zuletzt, dass die Bildungsarbeit zur jüngsten deutschen Geschichte Früchte getragen hat und die friedliche Revolution in der Erinnerungskultur verankert ist.“

LVZ

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