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Mehr Feiern in Ferropolis

Mehr Feiern in Ferropolis

Björk, Mando Diao, Tocotronic: Solche hochkarätigen Musiker und weitere Kulturangebote wird es in der Baggerstadt Ferropolis künftig häufiger geben. Die Veranstalter von Europas größtem Indie-Musikfestival „Melt!“ wollen vor der Kulisse ausgedienter Braunkohlebagger mehr bewegen.

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Ferropolis

Quelle: dpa

Gräfenhainichen/Berlin. Neben weiteren Events in der Arena bei Gräfenhainichen nördlich von Leipzig soll eine Öko-Offensive für Festivals gestartet und die Umgebung stärker einbezogen werden. Das Limit für die Besucherzahl in dem gefluteten Tagebaurevier wird entgegen vielfach geäußertem Wunsch nicht erhöht.   

Beim erstmals ausverkauften „Melt!“ im vergangenen Sommer wurde Musikgeschichte geschrieben: Die Britpop-Band Oasis gab hier ihren letzten Auftritt in Deutschland, nachdem die Originalbesetzung wegen des Streits der Gallagher-Brüder zerbrach. Festivalbesucher sollen auch in diesem Jahr auf ihre musikalischen Kosten kommen: Massive Attack, Tocotronic sowie die beiden Newcommer The XX und Ellie Goulding haben ihr Kommen vom 16. bis 18. Juli angesagt. Außerdem sollen mehr als 100 Künstler die Fans der elektronischen Musik begeistern. Vielleicht werden es weniger Musiker, denn die Gagen der Künstler auf europäischen Festivals sind deutlich gestiegen.   

Die Veranstalter haben sich auf die Fahnen geschrieben: Mehr Spaß statt mehr Gäste. So gibt es eine Clubtour durch Deutschland und eine dreitägige Party Anfang Mai in Berlin, ehe es zwei Wochen vor dem eigentlichen Festival mit dem „Melt! Picknick“ in Ferropolis losgeht. DJ Paul Kalkbrenner bestreitet die Aufwärmfeier von Mittag bis Mitternacht mit fünf weiteren Elektromusikern. Noch grübeln die Macher unter anderem über den Aufbau des Festivals. „Vielleicht wird es eine Bühne auf dem Wasser geben“, sagte Sprecher Dirk Völler.   

Die Idee mit der Wasserbühne ist nur der Anfang. „Melt!“ wird grüner, verspricht Völler. „Wir haben das ehrgeizige Ziel, den CO2-Ausstoß und den Müll deutlich zu reduzieren.“ Ferropolis solle zum umweltfreundlichsten Festival aufsteigen. Besucher können auch mit dem Zug kommen, „der in Köln startet und auf den Gleisen von früher direkt vor die Kasse fährt“. Der Zug für 400 bis 600 Gäste besteht aus Schlafwaggons.    Das Indie-Festival ist eine von fünf Veranstaltungen der „Melt!“- Macher in Ferropolis. Am Wochenende darauf übernehmen die HipHop- und Reggae-Fans beim „splash!“ die Freiluft-Tanzflächen. Auf den Bühnen haben sich Blumentopf, Gentleman und Kool Savas angesagt. Für dieses Fest wird es Ende Mai erstmals einen „Kickoff“ geben, wo der Eintritt frei ist.   

Horden von Musikfans reisen für die Festivals in die Region, in der der Bevölkerungsschwund sichtbar ist. Nun sollen Familien aus der Umgebung mehr Spaß in Ferropolis haben. Zum Frühlingsfest vom 13. bis 15. Mai kommt etwa der Liedermacher Gerhard Schöne. Dabei gibt es auch ein Taschenlampenfestival und einen Rennparcours mit Trabbis. „Wir wollen die Umgebung stärker einbeziehen“, sagte Völler.   

Das Kulturangebot soll auch außerhalb von Ferropolis stattfinden. Vorstellbar sei zum Beispiel eine Dessauer Musikwoche, die ins „Melt!“ mündet, sagte Völler. „Die Region macht trotz ihrer reichen Kulturgeschichte nicht wahnsinnig viel aus den Tausenden von Besuchern. Da könnte man mehr profitieren. Der Tag ist eigentlich frei für Ausflüge.“ Hinter den Festivals stecken die Macher der Musikzeitschrift Intro.

Sebastian Döring

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