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Mehr Sachsen sollen in Sachsen studieren

"Pack dein Studium" Mehr Sachsen sollen in Sachsen studieren

Wissenschaftsministerin Stange (SPD) lässt die Werbekampagne „Pack dein Studium“ neu ausrichten. Das Ziel ist unter anderem, dass mehr sächsische Schüler nach dem Abschluss an sächsische Universitäten wechseln.

Die Uni Leipzig ist beliebt - doch es sollen auch wieder mehr Sachsen an sächsischen Hochschulen studieren, so die WIssenschaftsministerin. (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Dresden. In Sachsen sollen wieder mehr Sachsen studieren – deshalb wird der Freistaat seine Werbekampagne an Gymnasien entsprechend neu ausrichten. „Wir werben jetzt noch stärker in Sachsen, ohne unsere Bemühungen in anderen Ländern einzustellen“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) im Interview mit LVZ.de. Deshalb sei die Werbekampagne „Pack dein Studium“ umgestellt worden. „Wir wollen verstärkt hiesige Abiturienten halten und für ein Studium in Sachsen gewinnen. Sie sollen bei uns studieren und die Vorzüge unserer sächsischen Hochschulen kennenlernen“, erklärt die Ministerin.

Bislang ist der Freistaat neben Bayern ein großes Studenten-Importland: Das heißt, hierzulande studieren weit mehr Abiturienten aus anderen Bundesländern als Einheimische. Allein in diesem Herbst sind knapp 20 000 neue Studenten hinzugekommen – während nur rund 10 000 Sachsen ihr Abitur ablegten. Das ist auch eine positive Folge der Werbekampagne „Pack dein Studium – am besten in Sachsen“, um die Hochschulen auszulasten: Seit 2008 hat sich der Anteil der Studierenden aus anderen Bundesländern mit 20 Prozent mehr als zu verdoppelt.

Die Crux dabei ist: Viele auswärtige Studenten verlassen Sachsen nach ihrem Abschluss wieder – auch diese Abwanderung ist ein Grund für den Mangel an Lehrern und Medizinern. Deshalb hatte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) unlängst in der LVZ gefordert: „Ziel ist: Mehr Studenten, die aus Sachsen kommen, sollen in Sachsen Medizin studieren können – und danach in Sachsen bleiben.“ Doch auch in anderen Bereichen gibt es Besetzungssorgen, so sind im Freistaat ausgebildete Biologen, Mathematiker oder Informatiker bundesweit gefragt. Daneben hat die Landesverwaltung Probleme, Nachwuchs im Denkmalschutz und Umweltbereich zu finden.

Ansatz "grundsätzlich richtig"

„Wir wollen doch auch, dass junge Menschen die Welt kennenlernen“, sagt Eva-Maria Stange – dennoch müsse die Zahl der Sachsen an den Hochschulen wieder steigen. „Dafür sind unsere Werbeleute und die Hochschulen auf Messen unterwegs und wird Infomaterial an die Schüler geschickt“, hofft die Ministerin auf einen Erfolg, „für den Lehrerberuf werbe ich mit der Kultusministerin gemeinsam bei unseren Gymnasiasten.“ Für das Lehramtsstudium soll zudem mit den Universitäten beraten werden, „welche Möglichkeiten der Berücksichtigung von spezifischen Kriterien es im gesetzlichen Rahmen noch gibt“ – damit mehr Sachsen in Sachsen Lehrer werden.

Die CDU hält die Stange-Initiative für „grundsätzlich richtig“. Die hochschulpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Aline Fiedler, fordert aber ein noch stärkeres Engagement: „Gerade in der Daseinsvorsorge – zum Beispiel bei Medizin und Lehramt – müssen wir zunehmend Sachsen in den Blick nehmen. Hier gibt es Mittel und Wege für spezielle Angebote, die noch längst nicht ausgereizt sind.“ Dazu gehöre auch eine deutlich verbesserte Aufklärung über Bildungsangebote. „Es genügt nicht, den Status Quo weiterzuführen, wir müssen neue Wege gehen“, verlangt die CDU-Politikerin. Die Neuausrichtung der sächsischen Werbekampagne sei dabei nur eine von vielen Möglichkeiten.

Andreas Debski

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