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Mehr als 100 offene Mühlen an Pfingstmontag in Sachsen

Besichtigungen Mehr als 100 offene Mühlen an Pfingstmontag in Sachsen

Am Pfingstmontag öffneten mehr als 100 Mühlen anlässlich des Deutschen Mühlentags ihre Tore. Nur einige dieser Bauwerke sind überhaupt noch in Betrieb. Dabei waren die Gebäude die ersten industriellen Anlagen Sachsens.

Am Pfingstmontag ist Mühlentag. Interessierte können sich viele der alten Anlagen anschauen.

Quelle: dpa

Dresden. Bis 1945 wurde in der Margarethenmühle in Roßwein (Landkreis Mittelsachsen) Getreide gemahlen, heute ist die Wassermühle ein touristisches Ausflugsziel. Kaum eine historische Mühle in Sachsen wird noch als Mühle betrieben, wie Bettina Böhme vom Sächsischen Mühlenverein der Deutschen Presse-Agentur sagte. Viele sind mittlerweile Museen, Hotels, Bioläden oder Wohnhäuser. In einigen Mühlen jedoch, wie in der Rolle-Mühle in Grünhainichen (Erzgebirgskreis), wird tatsächlich noch Getreide gemahlen.

Am Pfingstmontag öffnen die beiden Mühlen anlässlich des Deutschen Mühlentags ihre Tore für Neugierige. Mehr als 100 Mühlen in ganz Sachsen können an dem Tag besichtigt werden, oft gibt es ein Begleitprogramm. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung übernimmt die Haftpflichtversicherung, so dass auch private Mühlenbesitzer teilnehmen können.

Typisch in Sachsen seien die Wassermühlen im Erzgebirge und die Windmühlen im Flachland. Wie viele Mühlen es in dem Freistaat noch gibt, ist dem Landesverein nicht bekannt. In dem Verein sind 120 Stück gemeldet. Der Bundesverein hat die digitale Karte „Milldatabase“ erstellt, auf der bekannte Mühlen eingetragen werden. Sachsen zählt dort 420 Mühlen. Nicht alle davon sind einen Besuch wert, teilweise sind sie zerfallen oder in Privatbesitz.

Der Sächsischen Mühlenverein hat sich mit seinen 160 Mitgliedern zum Ziel gesetzt, die historischen Mühlen in Sachsen zu bewahren und zu schützen. „Die Mühlen waren sozusagen die ersten industriellen Anlagen in Sachsen“, sagt Böhme. Statt Muskelkraft wurde die natürliche Kraft von Wind und Wasser genutzt, um beispielsweise Getreide zu mahlen und Textilprodukte herzustellen. „Jedwede Produktion hing daran“, so Böhme.

LVZ

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