Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mehr als 400 Telefone in Thüringen abgehört - 50 Prozent Zuwachse

Mehr als 400 Telefone in Thüringen abgehört - 50 Prozent Zuwachse

In Thüringen sind im vergangenen Jahr im Auftrag der Staatsanwaltschaften 405 Telefone abgehört worden. Damit ist die Zahl der bei Ermittlungsverfahren belauschten Gespräche binnen Jahresfrist um rund 52 Prozent gestiegen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Mittwoch.

Voriger Artikel
Hochwassergefahr: Dauerregen lässt Flüsse in Ostsachsen anschwellen
Nächster Artikel
25.000 Euro Jahreslohn: Sachsens Bestverdiener arbeiten in Dresden - Leipziger holen auf
Quelle: dpa

Erfurt. Er bestätigte damit einen Bericht von MDR Thüringen. 2009 seien noch 266 Anschlüsse angezapft worden. Da viele Verdächtige oft ihre Handys wechselten, müssten zur Überwachung mehrere Mobiltelefone überprüft werden, hieß es zur Begründung. Am häufigsten hörten die Beamten bei Ermittlungen in der Drogenszene, bei Geldwäsche, Raub und Erpressung mit.

Außerdem hatte die Polizei im vergangenen Jahr nach früheren Angaben des Innenministeriums 72 Telefonüberwachungen beantragt. Bei 10 Anschlüssen hörten die Beamten mit. Dabei ging es in 7 Fällen um die Verhinderung möglicher Gewalttaten im Rockermilieu. 3 Gespräche wurden mitgeschnitten, um politisch motivierte Brandanschläge zu verhindern. Die Thüringer Polizei nutzte zudem in 61 Fällen die Signale der Mobiltelefone, um verschwundene oder selbstmordgefährdete Menschen zu orten.

Die Linke-Fraktion will, dass sich der Justiz- und Verfassungsausschuss des Landtages auf seiner nächsten Sitzung mit der Telefonüberwachung befasst. In diesem Bereich sei ein äußerst sensibler Umgang gefragt, erklärte der Linke-Justizpolitiker Ralf Hauboldt auch mit Blick auf den Handydaten-Skandal in Sachsen. Aufklärung über die Abhöraktionen in Thüringen forderten ebenfalls die Grünen. Sie bemängelten, dass die Zahlen erst jetzt bekanntwurden.

Die Liberalen mahnten gleichfalls zu einem sensiblen Umgang mit der Telefonüberwachung. Sie dürfe nicht leichtfertig zum probaten Handwerkszeug verkommen, erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Dirk Bergner. „Wenn es um die Überwachung von Telefongesprächen geht, darf die Hemmschwelle nicht sinken.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr