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Mehr psychische Belastungen an sächsischen Hochschulen - Warnung vor Desaster

Mehr psychische Belastungen an sächsischen Hochschulen - Warnung vor Desaster

An Sachsens Hochschulen klagen immer mehr Menschen über psychische Belastungen. Die Fallzahlen in Beratungsstellen steigen nach Angaben aus dem Wissenschaftsministerium deutlich.

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An Sachsens Hochschulen klagen immer mehr Menschen über psychische Belastungen.

Quelle: dpa

Dresden. Aus der Opposition im Landtag gibt es Warnungen vor einem "Desaster".

Sie klagen über Prüfungsängste, Probleme mit dem Studienabschluss, Gedanken an den Abbruch des Studiums oder Erschöpfungszustände - immer mehr Studenten suchen in den Beratungsstellen an den Universitäten um Hilfe. An der TU Dresden gab es im vergangenen Jahr 4183 Beratungen, 2011 waren es 3948 und im Jahr davor 2682. Inzwischen wurde das Stundenkontingent der Berater angehoben, "um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden", teilte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) jetzt in einem Schreiben an den Landtag mit. Beim Studentenwerk Leipzig gab es 2010 noch 487 psychosoziale Beratungen, zwei Jahre später waren es schon 708. Steigende Zahlen vermeldet auch das Studentenwerk Freiberg. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig existieren Wartelisten beim Diplompsychologen von zwei Monaten. An der TU Chemnitz haben sich die Fallzahlen und Beratungsstunden seit 2006 verdreifacht. Schließlich meldet unter anderem auch die Hochschule Mittweida: "Es zeichnet sich ein gravierender Anstieg psychisch belasteter Menschen ab."

Die Angebote der Studentenwerke sind aus Studentenbeiträge finanziert, Hochschullehrer oder akademische Mitarbeiter werden daher dort nicht betreut, an die Hochschulen verwiesen oder an einen Arzt. Die Zahlen würden sonst noch höher ausfallen.

Der Linke-Landtagsabgeordnete Gerhard Besier warnte vor einem Desaster. Psychische Krankheiten seien ohnehin eine Volkskrankheit und "die Hochschulen produzieren nach". Mit dem Sparkurs der Landespolitik werde das Problem noch verschärft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Ingolf Pleil

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