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Merkel dankt Syrer aus Leipzig für Hinweis an die Polizei

Nach Festnahme von Dschaber al-Bakr Merkel dankt Syrer aus Leipzig für Hinweis an die Polizei

Ein Syrer aus Leipzig nahm den Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr mit in seine Wohnung, fesselte ihn und alarmierte die Polizei. Die Bundeskanzlerin dankte dem Mann, Ministerpräsident Tillich sprach von einem "mutigen und verantwortungsbewussten Mitbürger".

Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Quelle: dpa

Berlin/Dresden/Leipzig. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) haben dem Syrer gedankt, der in Leipzig bei der Ergreifung eines wegen möglicher Anschlagspläne gesuchten Landsmannes geholfen hat. Der Mann habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der am Samstag aus Chemnitz geflohene 22-Jährige habe festgenommen werden können, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin.

Dafür danke die Kanzlerin ebenso wie für die Arbeit der Sicherheitsbehörden, fügte Demmer hinzu. Auch Ministerpräsident Tillich dankte der sächsischen Polizei und ausdrücklich auch dem „mutigen und verantwortungsbewussten syrischen Mitbürger“, der durch den entscheidenden Hinweis und sein Handeln einen schnellen Erfolg der Polizeibeamten möglich gemacht habe, sagte Tillich in Dresden.

Eine Sprecherin des sächsischen Landeskriminalamts bestätigte, dass es Landsleute des Syrers waren, die die Polizei in den frühen Morgenstunden des Montags darüber informierten, dass sie den Gesuchten in ihrer Wohnung in Leipzig festhalten. Weitere Angaben wollte sie aus Rücksicht auf eine mögliche Gefährdung der Hinweisgeber nicht machen.

Der 22-jährige Syrer, der inzwischen festgenommen ist, war seit Samstag auf der Flucht, nachdem in seiner Chemnitzer Wohnung gefährlicher Sprengstoff gefunden wurde. Es wird vermutet, dass der Mann einen Anschlag geplant hatte, möglicherweise mit islamistischem Hintergrund. Wegen des Verdachts der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen.

LVZ

al-Bakr lebte in Eilenburger Wohnung

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