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Messerstecher zu sechs Jahren Haft verurteilt

Messerstecher zu sechs Jahren Haft verurteilt

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ist ein 58-Jähriger aus Meiningen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Mann im April 2009 einem ihm Unbekannten in einer Gartenanlage ein Messer in den Bauch gestoßen hat.

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Quelle: Volkmar Heinz

Meiningen. Außerdem soll er im Herbst 2009 mit einem kleinen Spaten nach mehreren jungen Leuten geschlagen und dabei einen 21-Jährigen verletzt haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Indizienprozess acht Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil es ihrer Meinung nach keine stichhaltigen Beweise für die Täterschaft gab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Für eine Sicherungsverwahrung sahen die Richter die Voraussetzungen nicht erfüllt, obwohl der Mann mehrfach wegen ähnlicher Delikte vorbestraft ist. Auch in diesen Fällen soll er auf ihm Unbekannte mit Messern oder Scheren eingestochen haben. Der 58-Jährige verbüßt derzeit eine zweieinhalbjährige Haftstrafe in Tonna.

Ein Knackpunkt im Prozess war die Aussage des Kleingärtners, der durch die Messerattacke verletzt worden war. Der 43-Jährige hatte den mutmaßlichen Täter unter anderem anhand eines Fotos bei der Polizei nicht identifizieren können. Erst im Gerichtssaal will er den Angreifer wiedererkannt haben. Das Gericht hatte daran aber erhebliche Zweifel. Allerdings hatte ein Pärchen, das in der Nähe des Tatortes in einem Autos saß, den Angeklagten wiedererkannt.

Dem 58-Jährigen waren die Ermittler erst nach dem Angriff auf den 21 Jahre alten Lehrling auf die Spur gekommen. Einer Beamtin waren die starken Übereinstimmungen beider Täterbeschreibungen aufgefallen. Der Täter hatte beide Male ein Fahrrad und einen geflochtenen Einkaufskorb bei sich gehabt.

dpa

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