Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ministerin will mehr Schutz vor Telefonwerbung - Verträge sollen nur schriftlich gelten

Ministerin will mehr Schutz vor Telefonwerbung - Verträge sollen nur schriftlich gelten

Sachsens Verbraucherschutzministerin Christine Clauß (CDU) will unerwünschten Werbe-Anrufen endlich ein Ende machen. Gemeinsam mit Amtskollegen aus anderen Ländern wird sie dazu am Freitag bei einer Konferenz in Potsdam einen Vorschlag vorlegen, wie bestehende Regeln verschärft werden können.

Dresden. Das Gesetz zur Eindämmung unerlaubter Telefonwerbung funktioniere nicht, betonte Clauß am Donnerstag in einer Mitteilung. Am Telefon getroffene Absprachen sollten erst rechtskräftig werden, wenn sie im Anschluss schriftlich bestätigt werden. Das bewahre auch vor den lästigen Anrufen, die sich dann für unseriöse Geschäftemacher nicht mehr lohnten, hieß es.

Verbraucherzentralen in ganz Deutschland hatte schon seit Monaten schärfere Sanktionen gefordert. Die im August 2009 getroffenen gesetzlichen Regelungen würden nicht vor dubiosen Werbeanrufen schützen. „Wir fordern daher weiterhin, dass am Telefon geschlossene Verträge von Verbrauchern schriftlich bestätigt werden müssen“, sagte Joachim Betz von der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig und unterstützt damit Clauß und ihre Ressortkollegen.

Nach einer Umfrage unter 4275 betroffenen Verbrauchern in Sachsen seien vor allem ältere Menschen von Telefonwerbung für Gewinnspiele und Lotto betroffen. Ganze 93 Prozent aller Umfrageteilnehmer seien nicht mit den Werbeanrufen einverstanden gewesen. Zudem hätten 24 Prozent der Befragten erklärt, dass die Rufnummer während der Telefonwerbung unterdrückt wurde.

Nach dem seit einem Jahr in Kraft getretenen Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung ist es Unternehmen verboten, ohne vorheriges Einverständnis Verbraucher zu Werbezwecken anzurufen. Ebenfalls dürfen bei Werbeanrufen die Telefonnummern nicht unterdrückt werden. „Auch das Widerrufsrecht der Kunden hindert die Anbieter nicht an ihrem Verhalten“, erklärte Betz, der die Werbeanrufe als „Plage des 21. Jahrhunderts“ bezeichnete. Er forderte Bußgelder bis zu 250.000 Euro, ein konkreteres Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und eine Verschärfung der Gewerbeordnung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr