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Mögliche Ursache für Katzendreckgestank im Erzgebirge gefunden

Durch neues Messverfahren Mögliche Ursache für Katzendreckgestank im Erzgebirge gefunden

Der sogenannte Katzendreckgestank stößt den Anwohnern im Erzgebirge schon seit Jahren übel auf. Nun wurde möglicherweise die Ursache dafür gefunden.

Das Chemieunternehmen Unipetrol im Industriegebiet Litvino (Tschechien). Sachsens Umweltminister Schmidt (CDU) traf sich hier am Montag mit seinem tschechischen Kollegen Richard Brabec.

Quelle: dpa

Litvinov/Tschechien. Vor allem in den Wintermonaten zieht ein fieser Geruch durch die Täler des Erzgebirges: Seit Jahren klagt die Region über den sogenannten Katzendreckgestank. Ursache sind wahrscheinlich Schwefelverbindungen, sogenannte Mercaptane. Mit einem neuartigen Messverfahren habe man diese nun erstmals nachweisen können, sagte Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) am Montag bei einem Treffen mit seinem tschechischen Kollegen Richard Brabec in Litvinov.

Ein endgültiger Beweis sei das aber noch nicht. Auch wisse man bislang nicht, wie und wo genau der Geruch entstehe. Denn auf tschechischer Seite sei nichts zu riechen, sagte Schmidt. Möglicherweise entstehe der Gestank erst durch chemische Reaktionen in der Luft. „Wir stehen noch ganz am Anfang, aber beide Seiten sind daran interessiert, dieses Problem zu lösen“, betonte der Minister. Es gebe dutzende Betriebe dies- und jenseits der Grenze, die als Quelle in Frage kämen, ergänzte der tschechische Umweltminister. Um der Ursache auf die Spur zu kommen, wolle man unter anderem die Meldewege verkürzen.

Ab 2017 sollen zudem erstmals mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit untersucht werden. Einheimische beklagen bei bestimmten Wetterlagen immer wieder Symptome wie Kopfschmerzen, Atemprobleme, Erbrechen oder Durchfall. Das Spielzeugdorf Seiffen beispielsweise meldete von vergangenem September bis April dieses Jahres an 75 Tagen Geruchsbeschwerden. Das geht aus einem aktuellen Bericht des sächsischen Landesumweltamtes hervor.

Der Gestank hat seinen Ursprung wahrscheinlich in der nordböhmischen Industrieregion rund um Litvinov. Laut Brabec arbeiten hier etwa 7000 Menschen für die chemische Industrie. Hinzu kommen Zehntausende Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben.

Von LVZ

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