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NPD-Kundgebung: Erfurt bereitet sich auf Großeinsatz zum 1. Mai vor

NPD-Kundgebung: Erfurt bereitet sich auf Großeinsatz zum 1. Mai vor

Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt bereitet sich auf einen Großeinsatz am 1. Mai vor. Neben dem Zug der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit sind eine NPD-Kundgebung sowie zahlreiche Gegendemonstrationen gegen Rechtsextremismus geplant.

Erfurt. „Insgesamt liegen uns 24 Anmeldungen vor“, sagte der Leiter des Oberbürgermeisterbüros, Udo Götze. Angemeldet seien alles in allem rund 10 000 Teilnehmer. Das Präsidium des Landtages und die fünf Fraktionen im Parlament haben dazu aufgerufen, sich am 1. Mai für ein demokratisches, tolerantes und weltoffenes Thüringen einzusetzen.

Der Gewerkschaftsbund, der vor der Staatskanzlei und auf dem Anger auftreten will, rechnet mit 2000 bis 2500 Teilnehmern. Die NPD, deren Kundgebung vor dem Bahnhof beginnen soll, hat 500 Sympathisanten angemeldet. Es könnten aber mehr werden, wenn es beim Verbot der Aufmärsche in Schweinfurt und Würzburg bleibe, schätzte Götze. Die Bündnisse gegen Rechtsextremismus planen mehrere Aktionen und wollen gemeinsam etwa rund 7500 Demonstranten auf die Straße bringen. Die Polizei habe angekündigt, dass sie in der Lage sei, die Lager voneinander zu trennen. „Ich denke, sie ist mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre gut auf die Situation vorbereitet.“

In der Erklärung des Landtagspräsidiums heißt es: „Wir teilen die Sorge vieler Menschen vor einem Erstarken vor allem rechtsextremer Gruppierungen, die gegenwärtig in Thüringen eine Herausforderung für Menschenwürde, Demokratie und Freiheit darstellen.“ Allerdings müsse nicht nur der Staat dieser Entwicklung entschlossen entgegentreten. „Die Demokratie lebt von der Unterstützung einer aktiven Bürgerschaft.“

Auch die Landtagsfraktionen wollen Flagge zeigen, um Rechtsextremen am 1. Mai nicht die Stadt zu überlassen. „Ich hoffe, dass alles friedlich abgeht“, sagte CDU-Fraktionschef Mike Mohring. „Die, die gegen Nazis demonstrieren, sind am glaubwürdigsten, wenn sie das friedlich tun.“ Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Bodo Ramelow, forderte die Bürger auf, „Gesicht gegen den braunen Ungeist zu zeigen“. „Steine sind keine Argumente.“ Die Grünen planen eine öffentliche Fraktionssitzung auf einem Platz in Erfurt.

dpa

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