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NSU-Mitglied Beate Zschäpe bleibt in Untersuchungshaft - "dringender Tatverdacht"

NSU-Mitglied Beate Zschäpe bleibt in Untersuchungshaft - "dringender Tatverdacht"

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe bleibt in Untersuchungshaft. Diese Entscheidung der Haftprüfung teilte der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe mit.

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NSU-Mitglied Beate Zschäpe bleibt in Untersuchungshaft

Quelle: dpa

Karlsruhe. Gegen die 37-Jährige besteht der dringende Verdacht der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), die für zehn Morde verantwortlich sein soll. Zschäpe sitzt seit dem 8. November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

Die Fortdauer der Haft sei gerechtfertigt, da wegen der Mitwirkung Zschäpes an der Zwickauer Terrorzelle und der Brandstiftung in einer Wohnung zur Beseitigung von Beweisen weiterhin dringender Tatverdacht bestehe, begründete der BGH seine Entscheidung. Dies sage aber nichts darüber aus, ob Zschäpe auch als Mittäterin angeklagt werde, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Die Ermittler gehen bislang davon aus, dass sie bei den Morden an neun Menschen ausländischer Herkunft, dem Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn sowie zwei Sprengstoffanschlägen in Köln beteiligt war. Hauptbeschuldigte sind Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die sich selbst getötet haben.

Eine Beteiligung sei aber nicht mit Mittäterschaft zu verwechseln, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. „Vielmehr fallen darunter auch die Teilnahmeformen der Anstiftung und Beihilfe.“ Eine abschließende Bewertung werde die Anwaltschaft erst in der Klageschrift vornehmen.

Der Bundesgerichtshof geht davon aus, dass innerhalb der kommenden drei Monate die öffentliche Klage erhoben wird. Die Bundesanwaltschaft hatte dem BGH Mitte August etwa 680 Aktenordner mit Ermittlungsergebnissen übergeben.

dpa

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